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IT / Kommunikationstechnik

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IT- und Kommunikationstechnik im planungsbegleitenden Facility Management koordinieren

Handlungsfeld IT, Kommunikationstechnik und Systeme im pbFM

Das Handlungsfeld IT, Kommunikationstechnik und Systeme verbindet die bauliche und technische Infrastruktur einer Immobilie mit den digitalen Prozessen des späteren Betriebs. Moderne Gebäude sind keine isolierten baulichen Anlagen mehr. Gebäudeautomation, Sicherheitstechnik, Kommunikationsnetze, CAFM, Energiemanagement, Sensorik und Serviceplattformen bilden ein vernetztes Gesamtsystem.

Das planungs- und baubegleitende Facility Management stellt sicher, dass diese Systeme nicht nur technisch installiert, sondern entsprechend den Anforderungen von Kerngeschäft, Nutzern und Betreiberorganisation geplant, integriert, dokumentiert und betrieben werden können. Im Mittelpunkt stehen daher nicht einzelne Produkte, sondern Funktionen, Daten, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und die langfristige Betriebsfähigkeit.

Digitale Systeme für den Gebäudebetrieb

Ziel des Handlungsfelds

Ziel ist eine bedarfsgerechte, sichere und erweiterbare Systemlandschaft, die den Gebäudebetrieb wirksam unterstützt. Sie soll Informationen zuverlässig bereitstellen, technische Prozesse transparent machen und eine effiziente Steuerung der Facility Services ermöglichen.

Dazu gehören insbesondere:

  • Überwachung und Steuerung technischer Anlagen,

  • Erfassung und Bearbeitung von Störungen,

  • Planung und Nachweis von Wartungen und Prüfungen,

  • Steuerung von Energie- und Medienverbräuchen,

  • Verwaltung von Flächen, Räumen und Arbeitsplätzen,

  • Unterstützung von Sicherheits- und Zutrittsprozessen,

  • Bereitstellung mobiler Anwendungen,

  • Dokumentation von Leistungen und Betreiberpflichten,

  • Auswertung von Betriebs- und Qualitätskennzahlen,

  • Unterstützung der Kommunikation mit Nutzern und Dienstleistern.

Die Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. Jedes System und jeder Datenpunkt sollten einen nachvollziehbaren Beitrag zu Sicherheit, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Nutzungsqualität oder Transparenz leisten.

Abgrenzung und Zusammenspiel von IT, OT und Kommunikationstechnik

Im Gebäudebetrieb treffen unterschiedliche technische Welten aufeinander. Die klassische Informationstechnik verarbeitet kaufmännische, organisatorische und nutzerbezogene Daten. Die operative Gebäudetechnik – häufig als Operational Technology bezeichnet – steuert und überwacht physische Anlagen und Prozesse. Die Kommunikationstechnik stellt die dafür erforderlichen Übertragungswege bereit.

Zum Handlungsfeld gehören beispielsweise:

  • strukturierte Gebäudeverkabelung und aktive Netzwerktechnik,

  • WLAN und mobile Kommunikation,

  • Gebäudeautomation und Managementsysteme,

  • Energie- und Messdatenmanagement,

  • CAFM- und Instandhaltungssysteme,

  • Service-Desk- und Ticketsysteme,

  • Zutrittskontrolle und Besuchermanagement,

  • Video-, Einbruch- und Gefahrenmeldesysteme,

  • Raum-, Arbeitsplatz- und Belegungsmanagement,

  • digitale Schließ-, Leit- und Informationssysteme,

  • Sensorik und IoT-Anwendungen,

  • Dokumenten- und Informationsmanagement,

  • Schnittstellen zu ERP-, Personal- und Einkaufssystemen.

Die Systembereiche unterscheiden sich hinsichtlich Verfügbarkeit, Lebensdauer, Sicherheitsanforderungen und Änderungsdynamik. Während IT-Anwendungen häufig in kurzen Zyklen aktualisiert werden, bleiben gebäudetechnische Anlagen über viele Jahre im Einsatz. Das pbFM muss diese unterschiedlichen Lebenszyklen miteinander vereinbaren.

Ermittlung der funktionalen Anforderungen

Ausgangspunkt ist eine an den Betriebsprozessen orientierte Bedarfsermittlung. Das pbFM fragt zunächst, welche Aufgaben digital unterstützt werden sollen und welche Informationen dafür notwendig sind.

Typische Fragestellungen sind:

  • Welche Anlagen und Zustände müssen überwacht werden?

  • Welche Störungen sind wohin und mit welcher Priorität zu melden?

  • Welche Leistungen sollen über ein Serviceportal beauftragt werden?

  • Welche Daten werden für Betreiberpflichten und Instandhaltung benötigt?

  • Welche Energie- und Medienverbräuche müssen erfasst werden?

  • Welche mobilen Prozesse soll das Betriebspersonal nutzen?

  • Welche Informationen benötigen Nutzer, Betreiber und Dienstleister?

  • Welche Systeme müssen Daten miteinander austauschen?

  • Welche Verfügbarkeits- und Wiederherstellungszeiten sind erforderlich?

  • Welche Zugriffs-, Sicherheits- und Datenschutzanforderungen gelten?

Aus diesen Fragen entsteht ein funktionales Anforderungsbild. Erst danach sollten konkrete Produkte oder technische Architekturen ausgewählt werden. Eine vorzeitige Festlegung auf einzelne Systeme birgt die Gefahr, dass sich die Betriebsprozesse später an die Technik anpassen müssen.

Entwicklung einer Systemarchitektur

Die Systemarchitektur beschreibt, welche Anwendungen und technischen Systeme benötigt werden, welche Aufgaben sie erfüllen und wie sie zusammenwirken. Dabei sind führende Systeme, Schnittstellen und Datenverantwortlichkeiten eindeutig festzulegen.

Eine typische Systemlandschaft kann folgende Ebenen umfassen:

flowchart TD

A["Nutzer- und Geschäftsprozesse"] --> B["CAFM, Service Desk und Managementsysteme"]

B --> C["Integrations- und Datenebene"]

C --> D["Gebäudeautomation, Energie und Sicherheit"]

D --> E["Anlagen, Sensoren und Aktoren"]

Für jedes Datenobjekt ist zu bestimmen, in welchem System es primär geführt wird. Raumdaten können beispielsweise aus dem CAFM stammen, Personendaten aus einem Personalsystem und Anlagenzustände aus der Gebäudeautomation. Unklare Zuständigkeiten führen zu mehrfacher Datenpflege, widersprüchlichen Informationen und fehlerhaften Auswertungen.

Die Architektur sollte modular aufgebaut sein. Einzelne Systeme müssen möglichst austauschbar oder erweiterbar bleiben, ohne die gesamte Betriebslandschaft neu aufbauen zu müssen.

Netze und technische Kommunikationsinfrastruktur

Digitale Gebäudesysteme benötigen eine leistungsfähige und zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur. Das pbFM bringt hierzu die Anforderungen des Gebäudebetriebs in die Planung von IT-Netzen, Technikräumen, Verkabelung und Funkversorgung ein.

Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • erforderliche Bandbreiten und Übertragungszeiten,

  • Netzabdeckung und Funkversorgung,

  • Trennung verschiedener Sicherheits- und Funktionsbereiche,

  • Verfügbarkeit und Redundanz,

  • Strom- und Notstromversorgung,

  • Technik- und Verteilerräume,

  • Erweiterungsreserven,

  • Umgebungsbedingungen für aktive Komponenten,

  • Fernzugriff und Fernwartung,

  • Überwachung der Kommunikationsinfrastruktur.

Gebäudetechnische Systeme dürfen nicht ungeprüft in bestehende Unternehmensnetze integriert werden. Erforderlich sind abgestimmte Netzwerksegmente, Sicherheitszonen, Zugriffsregeln und Verantwortlichkeiten. IT, Informationssicherheit, technische Fachplanung und Betreiberorganisation müssen diese Anforderungen gemeinsam entwickeln.

Gebäudeautomation und technische Managementsysteme

Die Gebäudeautomation ist ein wesentlicher Baustein des technischen Betriebs. Sie erfasst Betriebszustände, steuert Anlagen, optimiert Energieeinsatz und unterstützt die Störungsdiagnose.

Das pbFM definiert die betrieblichen Anforderungen an:

  • Bedien- und Beobachtungsfunktionen,

  • Datenpunktumfang und Datenpunktbezeichnung,

  • Alarmklassen und Alarmprioritäten,

  • Trendaufzeichnungen und Historisierung,

  • Zeitprogramme und Betriebsarten,

  • Sollwert- und Parameterverwaltung,

  • Energie- und Leistungsmonitoring,

  • Benutzerrollen und Zugriffsrechte,

  • Schnittstellen zu Drittsystemen,

  • Sicherung und Wiederherstellung von Einstellungen.

Eine große Anzahl an Datenpunkten ist kein Qualitätsmerkmal, wenn diese nicht eindeutig gekennzeichnet, sinnvoll visualisiert oder betrieblich ausgewertet werden können. Alarmmeldungen müssen eine erkennbare Ursache, Priorität, Zuständigkeit und Handlungsempfehlung besitzen. Anderenfalls entstehen Alarmfluten, die kritische Ereignisse verdecken.

Auch die gewerkeübergreifende Funktionsfähigkeit ist zu prüfen. Heizung, Kälte, Lüftung, Elektrotechnik, Brandschutz und Sicherheitssysteme müssen in definierten Betriebs- und Störungsszenarien abgestimmt reagieren.

CAFM, Instandhaltung und Service Management

CAFM-Systeme unterstützen die strukturierte Verwaltung von Flächen, Anlagen, Leistungen, Verträgen und Betreiberpflichten. Ihre Einführung muss auf den geplanten Betriebsprozessen beruhen.

Zu klären sind insbesondere:

  • abzubildende Prozesse und Leistungsbereiche,

  • benötigte Module und Benutzergruppen,

  • Rollen- und Berechtigungskonzept,

  • Anlagen-, Raum- und Flächenstruktur,

  • Wartungs-, Prüf- und Maßnahmenplanung,

  • mobile Auftragsbearbeitung,

  • Dokumentation von Zeiten, Leistungen und Materialien,

  • Schnittstellen zu ERP, Gebäudeautomation und Dokumentenmanagement,

  • Berichtswesen und Kennzahlen,

  • Anforderungen an Datenmigration und Datenpflege.

Der Service Desk bildet häufig den zentralen Zugang für Nutzer, Betreiber und Dienstleister. Meldungen können telefonisch, digital, per E-Mail oder über mobile Anwendungen eingehen. Das System muss Meldungen klassifizieren, priorisieren, zuständigen Stellen zuordnen und deren Bearbeitung transparent verfolgen.

Wichtig ist eine klare Unterscheidung zwischen Störung, Serviceanfrage, Mangel, Gewährleistungsfall und planbarer Maßnahme. Diese Vorgänge können unterschiedliche Prozesse, Zuständigkeiten und Vertragsfolgen auslösen.

Daten- und Informationsmanagement

Digitale Systeme erzeugen nur dann einen Nutzen, wenn die zugrunde liegenden Daten vollständig, korrekt und konsistent sind. Das pbFM entwickelt deshalb ein Datenmodell für Räume, Flächen, Anlagen, Komponenten, Messstellen, Verträge und Leistungen.

Für jedes Datenobjekt sind festzulegen:

  • eindeutiger Identifikator,

  • Pflichtattribute und Klassifikation,

  • fachlich verantwortliche Stelle,

  • führendes System,

  • Erstellungs- und Aktualisierungsprozess,

  • Qualitätskriterien,

  • Aufbewahrung und Löschung,

  • Verknüpfung mit Dokumenten und anderen Objekten.

Die Datenanforderungen müssen frühzeitig in Planungs- und Bauverträge aufgenommen werden. Anderenfalls entstehen zum Projektende umfangreiche, aber für den Betrieb nur eingeschränkt verwendbare Datenbestände.

Die Datenübernahme sollte anhand von Musterdatensätzen und mehreren Testläufen erfolgen. Fehlerhafte Kennzeichnungen, fehlende Pflichtfelder und nicht unterstützte Formate können dadurch rechtzeitig erkannt werden.

Schnittstellen und Interoperabilität

Schnittstellen sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor und zugleich eine häufige Fehlerquelle. Das pbFM muss fachliche und technische Schnittstellen getrennt betrachten.

Eine fachliche Schnittstelle beschreibt, welche Information zwischen Prozessen benötigt wird. Die technische Schnittstelle bestimmt, wie die Daten übertragen werden. Vor einer technischen Umsetzung sind daher Zweck, Datenumfang, Aktualität, Richtung und Verantwortlichkeit festzulegen.

Für jede Schnittstelle sollten mindestens dokumentiert werden:

  • Quell- und Zielsystem,

  • zu übertragende Daten,

  • Übertragungsrichtung und Häufigkeit,

  • Identifikations- und Zuordnungsregeln,

  • Fehler- und Ausfallbehandlung,

  • Sicherheitsanforderungen,

  • Verantwortlichkeit für Betrieb und Pflege,

  • Test- und Abnahmekriterien.

Offene und dokumentierte Schnittstellen reduzieren Herstellerabhängigkeiten. Dennoch ist „offen“ allein kein ausreichendes Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, ob die erforderlichen Daten vollständig, zuverlässig und dauerhaft nutzbar übertragen werden können.

Informationssicherheit und Datenschutz

Mit zunehmender Vernetzung steigt die Bedeutung von Informations- und Betriebssicherheit. Ein Angriff oder Systemausfall kann nicht nur Daten beeinträchtigen, sondern unmittelbar auf Gebäudeversorgung, Zutritt, Produktion oder Sicherheit wirken.

Das pbFM stimmt deshalb mit IT und Informationssicherheit unter anderem folgende Themen ab:

  • Netzsegmentierung und Sicherheitszonen,

  • Benutzer-, Rollen- und Berechtigungskonzepte,

  • sichere Authentifizierung,

  • Protokollierung administrativer Zugriffe,

  • Absicherung von Fernwartungszugängen,

  • Patch- und Schwachstellenmanagement,

  • Datensicherung und Wiederherstellung,

  • Umgang mit nicht mehr unterstützten Komponenten,

  • Sicherheitsanforderungen an Lieferanten,

  • Erkennung und Behandlung von Sicherheitsvorfällen.

Datenschutz ist insbesondere bei Zutritts-, Video-, Belegungs-, Ortungs- und Nutzungsdaten zu beachten. Bereits in der Planung muss geklärt werden, welche personenbezogenen Daten tatsächlich erforderlich sind, wie lange sie gespeichert werden und wer darauf zugreifen darf.

Verfügbarkeit, Redundanz und Notbetrieb

Die erforderliche Systemverfügbarkeit richtet sich nach den Auswirkungen eines Ausfalls. Nicht jedes digitale System benötigt dieselbe Redundanz. Geschäftskritische Funktionen müssen jedoch anhand konkreter Szenarien bewertet werden.

Zu definieren sind:

  • zulässige Ausfallzeiten,

  • Wiederherstellungsziele,

  • notwendige Redundanzen,

  • Ersatz- und Rückfallebenen,

  • manuelle Notverfahren,

  • Datenwiederherstellung,

  • Überwachung der Systemverfügbarkeit,

  • Eskalations- und Kommunikationswege.

Besonders wichtig ist die Frage, welche Gebäudefunktionen bei Ausfall von Netzwerk, Servern, Cloud-Verbindungen oder zentralen Managementsystemen weiterhin lokal verfügbar bleiben müssen. Ein sicherer Grundbetrieb darf nicht von einer einzigen Kommunikationsverbindung oder Plattform abhängen.

Beschaffung und vertragliche Absicherung

Bei der Beschaffung sind nicht nur Anschaffungspreis und Funktionsumfang zu bewerten. Relevant sind auch Lizenzmodell, Betriebsaufwand, Schnittstellen, Systemoffenheit, Updatefähigkeit, Support, Datenhoheit und langfristige Verfügbarkeit.

Leistungsbeschreibungen sollten insbesondere regeln:

  • funktionale und technische Anforderungen,

  • System- und Schnittstellendokumentation,

  • Daten- und Exportformate,

  • Administrations- und Nutzungsrechte,

  • Test-, Abnahme- und Nachweisverfahren,

  • Schulung und Wissenstransfer,

  • Wartung, Support und Reaktionszeiten,

  • Update- und Patchmanagement,

  • Übergabe von Konfigurationen und Zugangsdaten,

  • Regelungen bei Hersteller- oder Betreiberwechsel,

  • Systemausstieg und vollständiger Datenexport.

Proprietäre Abhängigkeiten lassen sich nicht immer vollständig vermeiden. Sie sollten jedoch transparent bewertet und durch geeignete vertragliche Regelungen begrenzt werden.

Tests, Inbetriebnahme und Abnahme

Einzelne Systemtests reichen bei vernetzten Gebäuden nicht aus. Erforderlich sind zusätzlich Schnittstellen-, Integrations-, Last-, Sicherheits- und Wiederherstellungstests.

Typische Prüfinhalte sind:

  • vollständige Kommunikation aller Systemkomponenten,

  • korrekte Zuordnung und Darstellung von Datenpunkten,

  • Alarmweiterleitung und Eskalation,

  • Rollen und Zugriffsrechte,

  • Datenübertragung zwischen Quell- und Zielsystemen,

  • Verhalten bei Netzwerk- oder Serverausfall,

  • Sicherung und Wiederherstellung,

  • Funktion mobiler Anwendungen,

  • Protokollierung und Nachvollziehbarkeit,

  • Erfüllung definierter Betriebsszenarien.

Die Tests sollten mit realistischen Anwendungsfällen durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise eine Störungsmeldung aus der Gebäudeautomation, die automatische Erstellung eines Tickets, die mobile Bearbeitung durch einen Techniker und die vollständige Rückmeldung in das Berichtswesen.

Für jeden Test sind Ausgangslage, erwartetes Ergebnis, tatsächliches Ergebnis und Abweichung zu dokumentieren.

Für den späteren Betrieb werden nicht nur Bedienungsanleitungen, sondern vollständige System- und Administrationsinformationen benötigt. Dazu gehören:

  • Systemarchitektur und Netzpläne,

  • Komponenten- und Versionsverzeichnisse,

  • Schnittstellenbeschreibungen,

  • Datenpunkt- und Adresslisten,

  • Konfigurations- und Parametrierungsunterlagen,

  • Rollen- und Berechtigungsmatrix,

  • Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren,

  • Wartungs- und Supportinformationen,

  • Lizenz- und Gewährleistungsdaten,

  • bekannte Einschränkungen und offene Punkte.

Schulungen müssen nach Rollen differenziert werden. Nutzer, Disponenten, Techniker, Systemadministratoren und Führungskräfte benötigen jeweils andere Kenntnisse. Entscheidend ist außerdem, dass die Betreiberorganisation nicht dauerhaft von einzelnen externen Personen abhängig bleibt.

Betrieb und Weiterentwicklung der Systemlandschaft

Mit der Inbetriebnahme beginnt der eigentliche Lebenszyklus der Systeme. Für den Regelbetrieb sind Verantwortlichkeiten für Administration, Datenpflege, Updates, Schnittstellen, Benutzerverwaltung und Informationssicherheit festzulegen.

Erforderlich sind außerdem:

  • regelmäßige Prüfung der Datenqualität,

  • Pflege von Rollen und Berechtigungen,

  • Überwachung von Verfügbarkeit und Schnittstellen,

  • Patch- und Versionsmanagement,

  • Bearbeitung von Störungen und Schwachstellen,

  • geregeltes Änderungsmanagement,

  • regelmäßige Sicherungs- und Wiederherstellungstests,

  • Planung von Erneuerungen und Systemablösungen.

Technische Änderungen am Gebäude müssen auch digital nachgeführt werden. Wird eine Anlage ausgetauscht, sind Datenpunkte, CAFM-Stammdaten, Dokumentation, Alarmierung und Wartungsplanung entsprechend anzupassen.

Typische Ergebnisse des Handlungsfelds IT, Kommunikationstechnik und Systeme sind:

  • digitale FM- und Systemstrategie,

  • funktionaler Anforderungskatalog,

  • abgestimmte IT-, OT- und Systemarchitektur,

  • Netzwerk-, Sicherheits- und Berechtigungskonzept,

  • Daten- und Kennzeichnungskonzept,

  • System- und Schnittstellenmatrix,

  • Anforderungen an CAFM, Service Desk und Gebäudeautomation,

  • Verfügbarkeits- und Notbetriebskonzept,

  • Lastenhefte und Vergabeunterlagen,

  • Test-, Migrations- und Inbetriebnahmeplan,

  • geprüfte System- und Betriebsdokumentation,

  • Schulungs- und Betriebskonzept,

  • Regelungen für Pflege, Support und Weiterentwicklung.

Das Handlungsfeld schafft damit die digitale Grundlage für einen transparenten, sicheren und steuerbaren Immobilienbetrieb. Sein Erfolg zeigt sich nicht an der Anzahl eingesetzter Systeme, sondern an ihrem beherrschten Zusammenspiel: Informationen sind verlässlich verfügbar, Betriebsprozesse werden wirksam unterstützt und die Betreiberorganisation bleibt über den gesamten Lebenszyklus handlungsfähig.