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Weitere Informationen zu KG 450

Facility Management: Planungs- und Baubegleitung » Strategie » Dokumente » Weitere Informationen zu KG 450

Weitere Informationen zu KG 450

Weitere Informationen zu KG 450

Diese Dokumentationsübersicht beschreibt die ergänzenden und übergreifenden Unterlagen zur Kostengruppe 450 (Technische Anlagen – Kommunikation, Sicherheit, Information) im Sinne der DIN-Kostenstruktur für Bauwerke. Sie erläutert, welche Dokumente für Vergabe, Planung, Genehmigung, Ausführung, Abrechnung, Betrieb und Gewährleistung der technischen Anlagen erforderlich sind und wie diese eine Schnittstelle zwischen Planung (HOAI), Vergaberecht (VOB/VgV) und anschließendem Facility Management bilden. Ziel ist eine rechts-, norm- und revisionssichere Abwicklung der Projekte sowie die nahtlose Überführung in den regulären Anlagenbetrieb. Durch die systematische Dokumentation aller Phasen des Anlagen-Lebenszyklus wird Transparenz geschaffen, die für das spätere Facility Management von entscheidender Bedeutung ist (z. B. für Instandhaltungsplanung, Kostenkontrolle oder Audits). Die hier aufgeführten Unterlagen dienen somit als Grundlage für ein professionelles, wirtschaftliches und rechtssicheres Management der technischen Anlagen im Gebäude.

Vertiefende Erläuterungen zur Kostengruppe 450 nach DIN 276

Angebot für Bauleistungen (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebot (Bauleistungen)

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche und technische Beschreibung der angebotenen Leistungen für KG 450

Relevante Regelwerke

VOB/A 2019; VgV

Wesentliche Inhalte

Leistungsverzeichnis 

Einheitspreise 

Nebenangebote 

Ausführungsfristen

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug

Grundlage für Vergabeentscheidung, Vertragsabschluss und Kostenkontrolle

Erläuterung:

Das Angebot bildet das zentrale vergaberechtliche Dokument für die KG-450-Leistungen. Es definiert verbindlich den Leistungsumfang, einschließlich der detaillierten Mengenangaben, Einheitspreise und Ausführungsfristen. Das Facility Management nutzt das Angebotsdokument insbesondere, um den ursprünglich vereinbarten Leistungsumfang und die Kostenstruktur nachzuvollziehen. Bei späteren Nachträgen oder Abweichungen dient es als Referenz für den Soll-Ist-Vergleich der Leistungen. Da im Angebot auch die vereinbarten Qualitätsvorgaben (z. B. spezifizierte Komponenten oder Normenanforderungen) festgehalten sind, kann langfristig überprüft werden, ob die eingebauten Anlagen den zugesicherten Anforderungen entsprechen. Insgesamt liefert das Angebot wichtige Anhaltspunkte für die nachgelagerte Rechnungsprüfung, die laufende Kostenkontrolle und die Budgetplanung im Betrieb.

Systembeschreibung für BOS-Objektfunkanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Systembeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Technische Beschreibung der Funktion und Struktur von BOS-Objektfunksystemen

Relevante Regelwerke

DIN 14024-1

Wesentliche Inhalte

Systemarchitektur 

Abdeckung/Zonen 

Redundanzen 

Schnittstellen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Betrieb, Wartung, Störungsanalyse, Behördenabstimmung

Erläuterung:

Die Systembeschreibung ist das grundlegende Dokument für jede BOS-Objektfunkanlage (behördlicher Funk für Polizei, Feuerwehr, Rettung etc.). Sie stellt den kompletten Aufbau der Funkversorgung detailliert dar – von der Zentrale über Repeater, Antennen und Leitungswege bis zu allen Betriebsparametern. Für das Facility Management ist sie unverzichtbar, um sicherzustellen, dass das System die Anforderungen der örtlichen Feuerwehren und anderer BOS-Behörden erfüllt. Die Systembeschreibung wird üblicherweise bei der Inbetriebnahme bzw. Abnahme erstellt und muss bei jeder Änderung der Anlage aktuell gehalten werden. Sie dient als Referenzpunkt für Wartung, Störungsanalyse und behördliche Prüfungen. Insbesondere erleichtert sie das Auffinden von Fehlern in der Funkanlage und bildet die Grundlage für Erweiterungs- oder Modernisierungsmaßnahmen (z. B. bei Ausbau des Funkbereichs). Eine vollständige Systembeschreibung sichert so die Einsatzbereitschaft und Betriebssicherheit der sicherheitsrelevanten Kommunikationssysteme.

Anlagenbeschreibung Technische Ausrüstung (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Gesamtübersicht über Aufbau, Funktion und Leistungsparameter

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenkonzept 

Hauptkomponenten 

Betriebsweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Betriebsorganisation, FM-Übergabe, Schulung

Erläuterung:

Die Anlagenbeschreibung vermittelt eine Gesamtübersicht der KG-450-Systeme und verbindet Planung und Betrieb. Sie umfasst die wesentlichen Rahmenbedingungen und Qualitätsziele für die Technische Ausrüstung im Projekt (gemäß HOAI). Hierin werden das Anlagenkonzept mit den Hauptkomponenten und deren Zusammenspiel beschrieben sowie relevante Ausführungs- und Sicherheitsaspekte (z. B. einzuhaltende Normen, Schnittstellen zu anderen Gewerken) festgehalten. Damit dient sie dem Auftragnehmer als verbindliches Planungskonzept und dem späteren Facility Management als Einstieg in komplexe technische Systeme. Das FM kann anhand der Anlagenbeschreibung das grundlegende Systemverständnis erlangen, Zuständigkeiten und Schnittstellen erkennen und so Betriebsabläufe, Übergabeprozesse und Schulungen effizient planen. Insgesamt stellt die Anlagenbeschreibung sicher, dass die technischen Anlagen termingerecht, funktionstüchtig und normgerecht errichtet werden.

Anlagen-/Assetbuch (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen- bzw. Assetbuch

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Erfassung aller technischen Anlagen

Relevante Regelwerke

DIN 32835-1; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1

Wesentliche Inhalte

Anlagenkennzeichnung 

Standort 

Lebenszyklusdaten 

Wartungshistorie

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxisbezug

Instandhaltungsmanagement, Budgetierung, Auditfähigkeit

Erläuterung:

Das Anlagen- oder Assetbuch ist ein zentrales FM-Werkzeug für Transparenz und Werterhalt der technischen Ausrüstung. Es erfasst systematisch alle Anlagen der KG 450 – mit eindeutiger Kennzeichnung, Standort und lebenszyklusrelevanten Daten. Darin werden alle relevanten Planungsunterlagen, Inbetriebnahmedaten und technischen Parameter dokumentiert sowie die Prüf-, Wartungs- und Störungsprotokolle über die gesamte Lebensdauer der Anlage geführt. Laut VDI 3810 wird im Anlagenbuch sämtliches lebenszyklusbegleitendes Material (einschließlich Abnahmeunterlagen) erfasst. Ein vollständiges Anlagenbuch ermöglicht dem Facility Manager eine strukturierte Instandhaltungsplanung: Der aktuelle Bestand und die verbleibenden Lebensdauern sind bekannt, was eine präzise Budgetierung erlaubt. Außerdem verbessert es die Auditfähigkeit: Bei Inspektionen oder Versicherungsprüfungen liefert das Anlagenbuch lückenlos Auskunft über den Zustand und die Historie der installierten Systeme. Fehlen die Einträge im Anlagenbuch, können wichtige Informationen für Betrieb und Instandhaltung verloren gehen.

Antrag auf behördliche Genehmigung (Technische Anlagen KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Erlangung behördlicher Zustimmung für genehmigungspflichtige Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenbeschreibung 

Planunterlagen 

Nachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Bauherr

Praxisbezug

Voraussetzung für Ausführung und Betrieb

Erläuterung:

Der Genehmigungsantrag stellt sicher, dass alle technischen Anlagen des KG 450 den behördlichen Auflagen entsprechen. Üblicherweise werden im Antrag umfangreiche technische Nachweise und Pläne vorgelegt – zum Beispiel Brandschutzkonzepte (Abschottungen) oder EMV-Gutachten – die belegen, dass die Installation allen bauordnungsrechtlichen Vorgaben genügt. Diese Unterlagen werden meist im Rahmen eines Bauantrags eingereicht oder bei Bedarf den zuständigen Behörden (z. B. Feuerwehr, EMV-Stelle) vorgelegt. Für das Facility Management sind die Genehmigungsbescheide von großer Bedeutung, da sie langfristige Auflagen enthalten: vorgeschriebene Prüfintervalle, Wartungsfristen oder Performance-Grenzwerte, die während des Betriebs eingehalten werden müssen. Können Jahre später Änderungen oder Erweiterungen an der Anlage erforderlich werden, dienen die ursprünglichen Genehmigungsunterlagen als Grundlage, um erneut behördliche Zustimmungen einzuholen oder sicherzustellen, dass die ursprünglichen Auflagen noch erfüllt bleiben. Ohne diese Dokumente ist keine vertrags- und behördenkonforme Ausführung und Inbetriebnahme möglich.

Verzeichnis der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungsübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Überblick über Fristen und Verantwortlichkeiten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenzuordnung 

Fristbeginn 

Fristende

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Mängelmanagement, Haftungssicherung

Erläuterung:

Diese Übersicht verschafft Klarheit über die verbleibenden Garantie- bzw. Gewährleistungsfristen für die einzelnen Anlagenbestandteile. Üblicherweise beginnt die Verjährungsfrist mit der Abnahme oder Schlusszahlung der Bauleistungen und beträgt vertraglich drei bis fünf Jahre (beispielsweise nach VOB/B 4 Jahre, nach BGB 5 Jahre). Für das Facility Management ist dieses Verzeichnis ein wichtiges Instrument im Mängelmanagement: Es ermöglicht die rechtzeitige Planung von Schlussbegehungen und Mängelbeseitigungsfristen, bevor Ansprüche verjähren. Häufig organisiert der Planer gemeinsam mit dem Bauherrn kurz vor Fristablauf eine Abschlussermittlung (Objektbegehung), und danach werden die Fristen für die Mängelbeseitigung dokumentiert. Durch ein solches aktives Vorgehen werden Haftungsansprüche gesichert und spätere Streitigkeiten mit den ausführenden Unternehmen vermieden.

Aufmaß / Mengenermittlung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß

Zweck & Geltungsbereich

Ermittlung tatsächlich ausgeführter Leistungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Mengen 

Abrechnungsgrundlagen

Verantwortlich

Fachplaner / TGA-Ingenieur

Praxisbezug

Rechnungsprüfung, Kostencontrolling

Erläuterung:

Das Aufmaß dokumentiert die tatsächlich erbrachten Leistungen und Mengen. Bei VOB-Verträgen erstellt in der Regel der Auftragnehmer das Aufmaß, welches den Abschlags- und Schlussrechnungen beiliegt. Es listet alle Mengen (z. B. Meter, Quadratmeter, Stück) je Position auf und bildet damit die Grundlage für die Rechnungsprüfung. Ohne ein vollständiges, positionsweises Aufmaß könnten die abgerechneten Leistungen nicht eindeutig nachgeprüft werden. Für das Facility Management ist das Aufmaß daher ein wesentliches Instrument zur Kostenkontrolle: Es ermöglicht den Soll-Ist-Vergleich zwischen den ursprünglich ausgeschriebenen und den tatsächlich ausgeführten Mengen. Zudem dient das Aufmaß als Dokumentation der ausgeführten Arbeiten und kann bei künftigen Umbauten oder Erweiterungen als Ausgangspunkt für neue Mengenermittlungen genutzt werden.

Ausschreibungspläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für Vergabe

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Systemübersichten 

Funktionsdarstellungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Leistungsabgrenzung, Vergleichbarkeit der Angebote

Erläuterung:

Ausschreibungspläne sind technische Zeichnungen, die im Zuge der Leistungsvergabe (z. B. Leistungsphase 6 nach HOAI) erstellt werden. Sie zeigen die geplanten Anlagenübersichten und Funktionsschema (z. B. Netzwerktopologien, Objektgrundrisse, Funkabdeckungen) als Grundlage für das Leistungsverzeichnis. Dadurch erhalten alle Bieter eine einheitliche technische Basis zur Angebotserstellung, da die Abgrenzung der Leistungen und die Schnittstellen zwischen den Fachgewerken klar definiert sind. Für das Facility Management liefern die Ausschreibungspläne eine erste Orientierung über den voraussichtlichen Umfang der installierten Systeme. Sie erleichtern später die Zuordnung von Ausführungsteilen (z. B. welche Leitungen zu welchem Subsystem gehören) und dienen als Referenz für die Abnahme. Zudem bilden sie eine nützliche Grundlage für die nachfolgende Revisionsdokumentation, da hier der Ausgangszustand der Planung ersichtlich ist.

Ausführungs-/Werkpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungspläne

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der realisierten Anlage

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung 

Gerätestandorte 

Details

Verantwortlich

Zeichner / Fachplaner TGA

Praxisbezug

Revisionsunterlagen, Betrieb, Umbauten

Erläuterung:

Ausführungs- oder Werkpläne zeigen detailliert, wie die Anlage tatsächlich realisiert wurde. Sie enthalten die exakten Leitungsführungen, die Anordnung der Geräte und Anschlussstellen sowie alle relevanten Installationsdetails. Für das Facility Management sind sie ein Kernbestandteil der Revisionsunterlagen, da sie die Grundlage für Betrieb, Wartung und künftige Umbauten bilden. Anhand der Werkpläne kann jeder Techniker die Installation nachvollziehen (z. B. welches Kabel in welchem Kanal verläuft oder wo Verteilerschränke stehen). Sie garantieren, dass technische Änderungen (z. B. Umverkabelungen oder Systemerweiterungen) präzise dokumentiert werden und dass spätere Eingriffe sicher geplant werden können.

Berechnung und Auslegung (LPH 3 – Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Auslegungsnachweise

Zweck & Geltungsbereich

Technische Dimensionierung der Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Lastannahmen 

Leistungsberechnungen 

Reserven

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Nachvollziehbarkeit, Betriebssicherheit

Erläuterung:

Berechnungs- und Auslegungsnachweise dokumentieren die technische Dimensionierung der Anlagen (Leistungsphase 3 nach HOAI). Sie enthalten alle wesentlichen Lastannahmen, Berechnungen und Sicherheitsreserven – zum Beispiel angeschlossene Leistungswerte, Netzwerkauslastung oder benötigte Funkpegel. Für das Facility Management sind diese Unterlagen wichtig, um die Betriebsgrenzen und Reserven der Anlage zu verstehen. Anhand der Berechnungen lässt sich überprüfen, ob die heutige Nutzung den ursprünglichen Annahmen entspricht und wie viel Erweiterungspotenzial bleibt. Beispielsweise zeigt sich, wie viel Spielraum bei Leistungen oder Kommunikationskapazitäten eingeplant wurde und ob technische Grenzen (z. B. maximale Kabellängen oder Portzahlen) erreicht sind. Dadurch tragen diese Dokumente wesentlich zur Betriebssicherheit bei und unterstützen die Planung künftiger Ausbauten.

Angebot für Bauleistungen (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebot (Bauleistungen)

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche und technische Beschreibung der angebotenen Leistungen für KG 450

Relevante Regelwerke

VOB/A 2019; VgV

Wesentliche Inhalte

Leistungsverzeichnis 

Einheitspreise 

Nebenangebote 

Ausführungsfristen

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug

Grundlage für Vergabeentscheidung, Vertragsabschluss und Kostenkontrolle

Erläuterung:

Das Angebot ist das zentrale vergaberechtliche Dokument. Es enthält alle Positionen des Leistungsverzeichnisses der KG 450 mit den zugehörigen Einheitspreisen, Beschreibungen und Lieferbedingungen. Optional können Neben- oder Alternativangebote aufgeführt werden. Für das Facility Management ist das Angebot wichtig, weil es den vereinbarten Leistungsumfang und die Kostenstruktur festhält. Dadurch lässt sich später nachvollziehen, welche Leistungen tatsächlich beauftragt wurden und wie sich die Kosten zusammensetzen. Ein detailliertes Angebot bildet die Grundlage für die spätere Rechnungskontrolle und dient als Referenz für eventuelle Nachtragsforderungen oder Preisanpassungen.

Systembeschreibung für BOS-Objektfunkanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Systembeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Technische Beschreibung der Funktion und Struktur von BOS-Objektfunksystemen

Relevante Regelwerke

DIN 14024-1

Wesentliche Inhalte

Systemarchitektur 

Abdeckung/Zonen 

Redundanzen 

Schnittstellen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Betrieb, Wartung, Störungsanalyse, Behördenabstimmung

Erläuterung:

Die Systembeschreibung einer BOS-Objektfunkanlage dokumentiert umfassend den Aufbau des digitalen Funksystems im Gebäude. Sie beinhaltet typischerweise Diagramme der Systemarchitektur (z. B. Kopfstation, Repeater, Antennen und Verkabelung), Angaben zu den Versorgungsbereichen (Abdeckung) und gemessenen Signalstärken sowie Listen aller eingesetzten Geräte (Hersteller, Typ, Firmware-Version). Schnittstellen zu anderen Systemen (etwa Brandmelde- oder Gebäudeleittechnik) und vorhandene Redundanzen werden ebenfalls beschrieben. Für das Facility Management ist dieses Dokument unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Anlage sicherheits- und funktionsgerecht betrieben wird. Die Systembeschreibung dient als Referenz für Wartung und Störungsanalyse sowie für die Abstimmung mit Behörden. Sie wird üblicherweise bei Inbetriebnahme erstellt und muss bei Änderungen der Anlage aktualisiert werden.

Anlagenbeschreibung Technische Ausrüstung (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Gesamtübersicht über Aufbau, Funktion und Leistungsparameter

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenkonzept 

Hauptkomponenten 

Betriebsweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Betriebsorganisation, FM-Übergabe, Schulung

Erläuterung:

Die Anlagenbeschreibung fasst den Gesamtaufbau der technischen Ausrüstung in der KG 450 zusammen. Sie erläutert das übergeordnete Anlagenkonzept, listet die wichtigsten Hauptkomponenten auf und beschreibt die Betriebsweise. Typische Inhalte sind zum Beispiel die Struktur des Netzwerks, Standorte von Schaltschränken und Serverräumen sowie die Grundfunktionen von Sicherheits- und Überwachungssystemen. Dieses Dokument wird meist bereits in der Entwurfsplanung erstellt und hilft dem Facility Management, einen ersten Gesamtüberblick zu erhalten. Es dient als Einstieg in das komplexe System und ist Grundlage für Schulungen und die Übergabe an den Betreiber.

Anlagen-/Assetbuch (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen- bzw. Assetbuch

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Erfassung aller technischen Anlagen

Relevante Regelwerke

DIN 32835-1; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1

Wesentliche Inhalte

Anlagenkennzeichnung 

Standort 

Lebenszyklusdaten 

Wartungshistorie

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxisbezug

Instandhaltungsmanagement, Budgetierung, Auditfähigkeit

Erläuterung:

Das Anlagenbuch dient als zentrales Nachschlagewerk für alle technischen Anlagen und Komponenten. Jeder Anlage bzw. jedem größeren Gerät wird eine eindeutige Kennung zugewiesen. Erfasst werden neben technischen Stammdaten (Hersteller, Typ, Baujahr) vor allem Standortangaben (Gebäude, Raum), Installations- und Inbetriebnahmedaten. Zudem werden Lebenszyklusinformationen dokumentiert: Wartungs- und Prüfintervalle, durchgeführte Inspektionen und die Historie aufgetretener Störungen. Auch Garantie- und Gewährleistungsfristen sowie Instandhaltungskosten können hier hinterlegt werden. Anhand dieser Informationen kann das Facility Management Wartungen planen, Ersatzteilbedarf ermitteln und Budgets kalkulieren. Im Schadensfall lässt sich so schnell klären, ob eine Anlage noch unter Garantie steht. Dadurch leistet das Assetbuch einen wichtigen Beitrag zur Transparenz, zum Werterhalt und zur Auditfähigkeit der technischen Infrastruktur.

Antrag auf behördliche Genehmigung (Technische Anlagen KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Erlangung behördlicher Zustimmung für genehmigungspflichtige Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenbeschreibung 

Planunterlagen 

Nachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Bauherr

Praxisbezug

Voraussetzung für Ausführung und Betrieb

Erläuterung:

Der Genehmigungsantrag fasst alle Unterlagen zusammen, die die zuständige Behörde benötigt, um das geplante Vorhaben zu prüfen. Dazu gehören üblicherweise eine ausführliche technische Beschreibung der Anlage, genaue Planunterlagen (z. B. Lagepläne, Schemata) und verschiedene technische Nachweise (etwa Brandschutzgutachten, Standsicherheitsnachweis oder EMV-Bestätigungen). Je nach Anlagenart können auch zusätzliche Gutachten erforderlich sein (z. B. Lärmgutachten oder Fachgutachten). Nach Erteilung des Bescheids ist die Installation der Anlage erlaubt. Häufig enthält der Genehmigungsbescheid Nebenbestimmungen (z. B. regelmäßige Prüfungen), die während des Betriebs beachtet werden müssen. Aus diesen Gründen sollten die Unterlagen dem Facility Management zur Verfügung stehen.

Verzeichnis der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungsübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Überblick über Fristen und Verantwortlichkeiten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenzuordnung 

Fristbeginn 

Fristende

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Mängelmanagement, Haftungssicherung

Erläuterung:

Dieses Dokument listet alle relevanten Anlagen und Systeme der KG 450 auf und ordnet ihnen die jeweils gültigen Gewährleistungs- oder Verjährungsfristen zu. Für jede Anlage wird üblicherweise der Termin der Abnahme oder Inbetriebnahme als Fristbeginn festgehalten; daran schließt sich das entsprechende Fristende an (z. B. vier Jahre nach Abnahme bei Bauleistungen nach VOB/B). So kann das Facility Management sofort erkennen, welche Anlagen noch in der Gewährleistung stehen und Mängel noch reklamiert werden können. Dadurch werden Sicherungsrechte des Betreibers gewahrt und der spätere Betrieb wird abgesichert.

Aufmaß / Mengenermittlung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß

Zweck & Geltungsbereich

Ermittlung tatsächlich ausgeführter Leistungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Mengen 

Abrechnungsgrundlagen

Verantwortlich

Fachplaner / TGA-Ingenieur

Praxisbezug

Rechnungsprüfung, Kostencontrolling

Erläuterung:

Beim Aufmaß werden alle ausgeführten Leistungen mengenmäßig erfasst. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden sämtliche verbauten Mengen (z. B. Kabellängen, Anzahl Geräte, Montageeinheiten) gemessen und den Positionen im Leistungsverzeichnis zugeordnet. Nach VOB/C erfolgen diese Messungen nach festgelegten Regeln, sodass die Menge eindeutig bestimmt wird. Für das Facility Management bildet das Aufmaß die Grundlage der Rechnungsprüfung und des Kostencontrollings: Es zeigt transparent, welche Mengen von Materialien und Installationen tatsächlich installiert wurden. Damit wird sichergestellt, dass nur wirklich erbrachte Leistungen abgerechnet werden. Gleichzeitig hilft das Aufmaß, etwaigen Mehraufwand oder Minderleistungen zu identifizieren und dokumentiert diese nachvollziehbar.

Ausschreibungspläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für Vergabe

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Systemübersichten 

Funktionsdarstellungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Leistungsabgrenzung, Vergleichbarkeit der Angebote

Erläuterung:

Ausschreibungs- oder Tender-Pläne sind Zeichnungen, die zusammen mit dem Leistungsverzeichnis an die Bieter ausgegeben werden. Sie zeigen die geplanten Anlagen und Systeme – beispielsweise schematische Grundrisse, geplante Leitungswege oder Netzwerktopologien. Diese Pläne vermitteln den Bietern ein klares Bild des Vorhabens und stellen sicher, dass die Angebote auf einer einheitlichen Grundlage basieren. Für das Facility Management liefern Ausschreibungspläne bereits vor Ausführung einen Einblick in das vorgesehene System. Später dienen sie als Referenz, wenn es bei der Ausführung Abweichungen von der Planung gab oder technische Änderungen begründet werden müssen.

Ausführungs-/Werkpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungspläne

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der realisierten Anlage

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung 

Gerätestandorte 

Details

Verantwortlich

Zeichner / Fachplaner TGA

Praxisbezug

Revisionsunterlagen, Betrieb, Umbauten

Erläuterung:

Ausführungs- oder Werkpläne zeigen den exakten Aufbau der realisierten Anlage. Sie entstehen meist während oder unmittelbar nach der Bauausführung und dokumentieren, wie Leitungen und Rohre tatsächlich verlegt, Geräte montiert und Anschlüsse ausgeführt wurden. Solche Pläne umfassen z. B. Kabeltrassenpläne, Schaltschrankpläne und Anschlussdetails. Nach Fertigstellung werden sie Teil der Revisionsunterlagen für das Facility Management. Sie sind unerlässlich, um im Betrieb Leitungen oder Komponenten schnell zu lokalisieren. Bei späteren Umbauten oder Erweiterungen ermöglichen sie eine präzise Bestimmung der vorhandenen Installationen, um unbeabsichtigte Beschädigungen zu verhindern.

Berechnung und Auslegung (LPH 3 – Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Auslegungsnachweise

Zweck & Geltungsbereich

Technische Dimensionierung der Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Lastannahmen 

Leistungsberechnungen 

Reserven

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Nachvollziehbarkeit, Betriebssicherheit

Erläuterung:

Diese Unterlagen enthalten die technischen Nachweise, mit denen die Anlagen dimensioniert werden. Sie werden in der Regel in der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) erstellt. Dazu gehören Annahmen zu Lasten und Anforderungen (z. B. erwartete Auslastung des Datennetzes, Anzahl gleichzeitiger Verbindungen, Notstrombedarf) sowie die darauf basierenden Berechnungen (etwa Kabelquerschnitte, Stromkreisdimensionierungen, USV-/Notstromauslegung oder Funkabdeckungsnachweise). Ebenso werden eingeplante Reserven und Sicherheitsfaktoren dokumentiert. Für das Facility Management sind diese Nachweise wichtig, um die vorgesehenen Sicherheitsreserven und Ausbaupotenziale zu verstehen. Sie geben Aufschluss darüber, wie hoch die Belastung der Anlage maximal sein kann und welche Reservekapazitäten eingeplant wurden. Dies dient letztlich der Sicherstellung eines zuverlässigen Betriebs.

Lösungsbeschreibungen KG 450 (LPH 7 – Ausschreibungsergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lösungsbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der ausgewählten technischen Lösung auf Basis der Ausschreibungsergebnisse

Rechts-/Normbezug

HOAI; DIN 18379; DIN 18381

Wesentliche Inhalte

gewählte Systemlösung 

Abweichungen von Vorplanung 

technische Begründung 

Schnittstellen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Entscheidungsgrundlage für Ausführung, Betrieb und Budgetkontrolle

Erläuterung:

Die Lösungsbeschreibung legt fest, welche technische Systemvariante letztlich ausgeschrieben und realisiert wird. Sie enthält eine vollständige, detaillierte Darstellung aller verwendeten Komponenten mit Herstellerangaben (Fabrikat), Leistungsdaten und Schnittstelleninformationen. Abweichungen gegenüber der Vorplanung oder bereits getroffene technische Klärungen werden transparent dokumentiert. Nach DIN 18379/18381 (VOB/C) ist diese Beschreibung Teil der Vergabeunterlagen. Sie bildet die Basis für spätere Nachtragsprüfung und Gewährleistungsansprüche. Für den späteren Betrieb ist sie besonders wichtig: Der Betreiber kann anhand der Lösungsbeschreibung jederzeit nachvollziehen, welche Anlage ursprünglich vereinbart war. Sie dient dem Facility Manager als Referenzdokument für Wartungspläne und Systemvergleiche und gewährleistet, dass die Planungsannahmen für die Erhaltung und Anpassung der Anlage bekannt sind.

Datenerhebung, Analysen und Optimierungsprozesse (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis systematischer Bewertung und Optimierung technischer Anlagen

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Betriebsdaten 

Variantenvergleiche 

Optimierungsempfehlungen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Energie- und Betriebsoptimierung, Lebenszyklusbetrachtung

Erläuterung:

Diese Dokumente basieren auf der systematischen Erfassung und Auswertung von Betriebsdaten (z. B. Messwerte aus der Inbetriebnahme, Alarmlogbücher, Energieverbräuche). Typische Inhalte sind beispielsweise detaillierte Auswertungen von Sensorwerten, Systemverfügbarkeiten oder Reaktionszeiten. In Analysen werden verschiedene Betriebsvarianten oder technische Alternativen gegenübergestellt (Variantenvergleiche) und Schwachstellen erkannt. Daraus abgeleitet werden konkrete Optimierungsmaßnahmen wie die Anpassung von Reglern, Nachkalibrierungen oder geänderte Wartungsintervalle. Solche Bewertungen unterstützen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) im Energiemanagement und können moderne Instandhaltungsstrategien wie Predictive Maintenance ermöglichen. Im Praxisbezug bilden diese Ergebnisse die fachliche Grundlage für energie- und kostensparende Maßnahmen sowie für eine fundierte Lebenszykluskostenbetrachtung.

Wartungsdokumente für technische Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Definition und Nachweis der Wartungsanforderungen

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13460

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle 

Tätigkeitsbeschreibungen 

Prüfpunkte

Verantwortlich

Unterschiedlich (Planer, Auftragnehmer, Betreiber)

Praxisbezug

Instandhaltungsplanung, Betreiberpflichten

Erläuterung:

Wartungsdokumente umfassen alle Unterlagen, die festlegen, wie und wann technische Anlagen instand zu halten sind. Dazu gehören Wartungspläne, -handbücher und Prüfprotokolle. Sie definieren die Intervalle und konkreten Tätigkeiten (z. B. Filterwechsel, Schmierung, Funktionsprüfungen) sowie Prüfpunkte und Betätigungsarten. Nach DIN EN 13460 muss der Errichter dem Betreiber alle notwendigen Instandhaltungsinformationen übergeben. In der Praxis sind diese Dokumente Basis für Wartungsverträge und dienen dem Betreiber zum Nachweis der Erfüllung seiner gesetzlichen Pflichten (z. B. nach BetrSichV oder DGUV Vorschrift 3). Regelmäßig dokumentierte Wartung erhöht die Betriebssicherheit: Sie stellt sicher, dass sicherheitstechnische und hygienische Anforderungen eingehalten werden und die Anlagen stets in technisch einwandfreiem Zustand sind. So tragen die Wartungsunterlagen maßgeblich zu einem wirtschaftlichen und rechtssicheren Betrieb der TGA bei.

Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungsdokumentation Dämmung/Brandschutz

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normgerechten Ausführung von Isolier- und Brandschutzmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

eingesetzte Materialien 

Ausführungsdetails 

Klassifizierungen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug

Brandschutz- und Bauabnahmen, Audits

Erläuterung:

Bei allen Dämm- und Brandschutzmaßnahmen an technischen Anlagen (z. B. Rohrleitungen, Lüftungskanäle, Durchführungen in Wänden) muss die Ausführung genau dokumentiert werden. Die Ausführungsdokumentation listet die verwendeten Baustoffe (inklusive Hersteller, Typenbezeichnung und Feuerwiderstandsklassen), die Schichtdicken sowie Ausführungsorte der Dämmung und Brandschutzabschottungen auf. Ebenfalls werden Detailangaben zur Montage dokumentiert, etwa Stoßverschnitte, Befestigungen und Sicherheitsabstände. Am Ende enthalten diese Unterlagen die Prüfergebnisse oder Klassifizierungen (z. B. gemäß DIN 4102 oder EN 13501). Sie dienen als Nachweis gegenüber Bauaufsicht, Sachverständigen und Versicherern, dass die Isolier- und Brandschutzanforderungen eingehalten wurden. Ohne diese Dokumentation können die Einhaltung der Brandschutzauflagen (z. B. Feuerwiderstandsdauer F30/F90 an Rohrdurchführungen) und die ordnungsgemäße Montage nicht lückenlos nachgewiesen werden.

Bautagebuch / Dokumentation des Bauablaufs (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Lückenlose Dokumentation des Baufortschritts

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Baufortschritt 

Ereignisse 

Abweichungen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Nachtragsmanagement, Beweissicherung

Erläuterung:

Das Bautagebuch ist ein tagesgenau geführtes Protokoll aller wesentlichen Bautätigkeiten. Nach HOAI (Leistungsphase 8, Objektüberwachung) gehört seine Führung zum vertraglich geschuldeten Leistungsumfang. Es wird üblicherweise vom Bauleiter oder Fachplaner geführt und dokumentiert Datum, Wetterbedingungen, anwesende Firmen und Personal sowie die an diesem Tag erledigten Arbeiten. Ebenfalls festgehalten werden Ereignisse wie Teillieferungen, behördliche Anordnungen oder Abnahmen, erkannte Mängel und Abweichungen vom Plan. Diese Eintragungen müssen zeitnah und detailliert erfolgen, da das Bautagebuch im Streitfall als Urkunde gilt. Insbesondere bei Behinderungsanzeigen nach VOB/B (§ 6) oder Nachtragsforderungen dient es als zentrales Beweismittel. Ein lückenloses Bautagebuch sichert die Nachvollziehbarkeit des Bauablaufs und schützt Planer sowie Auftraggeber im Gewährleistungsfall.

Dokumentation des Vergabeverfahrens (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabedokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis eines ordnungsgemäßen Vergabeverfahrens

Rechts-/Normbezug

VgV; UVgO; VOB/A; HOAI

Wesentliche Inhalte

Vergabeart 

Wertung 

Zuschlagsentscheidung

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA

Praxisbezug

Rechtssicherheit, Nachprüfungsverfahren

Erläuterung:

Bei öffentlicher Vergabe muss der gesamte Ablauf nachvollziehbar dokumentiert werden. Die Vergabedokumentation enthält Angaben über die gewählte Vergabeart (z. B. offen, nichtoffen, Verhandlungsverfahren), die Bewertungskriterien und deren Gewichtung sowie die Ergebnisse der Angebotswertung und die abschließende Zuschlagsentscheidung. Nach § 8 VgV bzw. § 20 EU-VOB/A ist ein sogenannter Vergabevermerk zu führen, der alle wesentlichen Eckpunkte des Verfahrens festhält. Darüber hinaus werden alle Bieterfragen und -antworten, interne Beratungen sowie die Vergabeveröffentlichung aufgezeichnet. Diese Dokumentation schafft Transparenz und Rechtssicherheit: Im Falle eines Nachprüfungsverfahrens kann die Vergabekammer den Entscheidungsweg Schritt für Schritt nachvollziehen. Für den öffentlichen Auftraggeber ist sie zwingend, um die ordnungsgemäße Durchführung gemäß VgV, UVgO und VOB/A nachzuweisen.

Eignungsnachweise der ausführenden Unternehmen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eignungsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Fachkunde und Leistungsfähigkeit

Rechts-/Normbezug

VOB/A

Wesentliche Inhalte

Referenzen 

Qualifikation 

Kapazitäten

Verantwortlich

Bieter

Praxisbezug

Vergabeentscheidung, Risikominimierung

Erläuterung:

Bei der Vergabe von Bauleistungen müssen die Bieter ihre fachliche und wirtschaftliche Eignung nachweisen (VOB/A, §§ 6a ff.). Die Eignungsnachweise bestehen typischerweise aus Unterlagen wie Referenzlisten vergleichbarer Projekte, Nachweisen über Betriebs- und Personalgröße (z. B. Umsatzzahlen, Mitarbeiterstatistiken), Berufsqualifikationen, Zulassungen oder Zertifikaten der Mitarbeiter und Angaben zur Leistungsfähigkeit. Nach § 6a VOB/A sind dabei konkrete Kriterien festzulegen, etwa Eintragungen in Registern, Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung der letzten Jahre oder Liquiditätsnachweise. Diese Informationen ermöglichen es dem Auftraggeber, ungeeignete Unternehmen frühzeitig auszuschließen. Die sorgfältige Prüfung der Eignungsnachweise minimiert Beschaffungsrisiken und bildet eine wichtige Grundlage für die Zuschlagsentscheidung.

Mengenermittlung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlung

Zweck & Geltungsbereich

Quantitative Grundlage für Ausschreibung und Abrechnung

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Massen 

Stückzahlen 

Systemabgrenzung

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Kostenkontrolle, Nachtragsprüfung

Erläuterung:

Die Mengenermittlung erfasst alle relevanten Größen der technischen Ausrüstung in quantitativer Form. Typische Ergebnisse sind Rohrlängen, Flächen, Volumina oder Stückzahlen von Geräten und Komponenten. Sie wird meist in der Entwurfs- oder Ausführungsplanung erstellt und bildet die Grundlage für Leistungsverzeichnisse sowie für die Kostenkontrolle im Projekt. Eine exakte Mengenermittlung ermöglicht es, Ausschreibungen und Abrechnungen transparent zu gestalten und Kostenabweichungen nachträglich zu analysieren. Insbesondere beim Änderungsmanagement dient sie dazu, Leistungen und Mengenansätze objektiv zu überprüfen und Nachforderungen zu bewerten.

Funktions- und Strangschemata (LPH 3 – Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der grundsätzlichen Funktionsweise

Rechts-/Normbezug

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Systemstruktur 

Funktionszusammenhänge

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Abstimmung, Vorplanung, Genehmigung

Erläuterung:

In der frühen Planungsphase (HOAI LPH 3, Entwurfsplanung) werden grobe Funktions- und Strangschemata erstellt. Sie zeigen auf vereinfachte Weise den prinzipiellen Aufbau der Anlage und die Hauptfunktionseinheiten (z. B. Heizkreis, Kältekreislauf, Luftstromführung). Solche schematischen Darstellungen geben einen Überblick über die Systemstruktur und die wesentlichen Zusammenhänge. Nach den Planungsrichtlinien (VDI 6026) soll jede Planungsphase dokumentiert sein. Die Funktionsschemata der Entwurfsplanung dienen daher der fachlichen Abstimmung zwischen den Gewerken und als Grundlage für Genehmigungen und weitere Detaillierung der Planung.

Funktions- und Strangschemata (LPH 5 – Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema (Detail)

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Grundlage für Ausführung und Betrieb

Rechts-/Normbezug

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

detaillierte Stränge 

Regel- und Messpunkte

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Ausführung, Inbetriebnahme, Betrieb

Erläuterung:

In der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) werden die Strangschemata im Detail ausgearbeitet. Dabei werden alle Leitungen, Lüftungskanäle und Kanäle inklusive aller Abzweigungen eingezeichnet und mit den entsprechenden Mess- und Regelkomponenten versehen. Diese detaillierten Schaltbilder bilden die Grundlage für die Montage und die anschließende Inbetriebnahme der Anlagen. Später dienen sie dem Facility Management als zentrales Nachschlagewerk im Betrieb und bei Störungen: Die Schemata zeigen genau, welche Regel- und Messpunkte an welchen Strängen liegen, und ermöglichen so eine schnelle Fehlerdiagnose. Zusammen mit den Bestandsplänen stellen sie eine revisionsfeste Dokumentation der realisierten Anlagen dar.

Funktions- und Strangschema (LPH 7 – Ausschreibungsergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Abbildung der final ausgewählten Systemlösung nach Auswertung der Ausschreibung

Rechts-/Normbezug

HOAI; DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 18379 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Systemaufbau 

Medien-/Energieflüsse 

Strangzuordnung 

Schnittstellen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Grundlage für Ausführung, Betrieb und Störungsdiagnose

Erläuterung:

Das Funktions- und Strangschema bildet im Ergebnis der Ausführungsplanung die genaue Abbildung der realisierten Anlagenkonfiguration ab. Es dokumentiert die Leitungsführungen, Strangverteilungen und Fließrichtungen aller Medien (z. B. Wasser, Luft, elektrische Energie) im Gebäude. Aus der Ausschreibung hervorgegangen, enthält es nun die tatsächlich gewählte Systemlösung inklusive aller anschlussrelevanten Details wie Absperr- und Messstellen. Dieses Schema dient als verbindliches Ausführungsdokument und Grundlage für die Abnahme: Sachverständige und Betriebspersonal können damit prüfen, ob die Installation den geplanten Spezifikationen entspricht.

Für den späteren Betrieb ist das Funktions- und Strangschema eine zentrale Referenz. Es erleichtert dem Wartungs- und Betriebspersonal die Störungsdiagnose, weil es den Weg von Medien oder Energie von den Erzeugern zu den Verbrauchern übersichtlich darstellt. Gleichzeitig macht es Schnittstellen zu anderen technischen Anlagen transparent (zum Beispiel zur Gebäudeautomation oder zu Sicherheitssystemen) und bildet so die wesentliche Grundlage für Wartung, Anpassungen und Erweiterungen. Damit wird sichergestellt, dass jeder Eingriff im System nachvollziehbar bleibt und die Wartung effizient geplant werden kann.

Funktionsschema / Prinzipschaltbild (LPH 2 – Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktionsschema (Prinzip)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der grundsätzlichen Funktionsweise in der Vorplanung

Rechts-/Normbezug

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Systemprinzip 

Hauptkomponenten 

Regelungsansätze

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Entscheidungsgrundlage für Variantenwahl

Erläuterung:

Das Funktionsschema (auch Prinzipschaltbild genannt) wird in der Vorplanungsphase erstellt und zeigt die grundsätzliche Funktionsweise des Systems auf. In diesem übersichtlichen Diagramm sind die wesentlichen Systemprinzipien, Hauptkomponenten und Regelungsansätze grafisch dargestellt, jedoch ohne Detailtiefe der endgültigen Ausführung. Dadurch lassen sich verschiedene Lösungsvarianten vergleichen und erste Kostenschätzungen ermöglichen. Das Schema unterstützt die Entscheidung für eine bestimmte Anlagenkonfiguration, indem es technische Zusammenhänge verdeutlicht und als Grundlage für Variantenvergleiche dient.

Für die beteiligten Planer und den Auftraggeber bietet das Prinzipschaltbild eine gemeinsame Referenz: Es hilft, Anforderungen an das System zu konkretisieren und sorgt dafür, dass alle Projektbeteiligten ein einheitliches Verständnis der gewünschten Anlagenstruktur haben. Gleichzeitig schafft es Transparenz bezüglich der technischen Abläufe, was spätere Anpassungen oder Erweiterungen erleichtert. Als Teil der Leistungsphase 2 trägt das Funktionsschema so wesentlich dazu bei, dass die geplante Lösung wirtschaftlich und nachvollziehbar vorbereitet werden kann.

Gewerke-Beziehungsmatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewerke-Beziehungsmatrix

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Darstellung der Schnittstellen zwischen Gewerken

Rechts-/Normbezug

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Schnittstellen 

Verantwortlichkeiten 

Informationsflüsse

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Kollisionsvermeidung, Koordination

Erläuterung:

Die Gewerke-Beziehungsmatrix, oft auch Schnittstellenmatrix genannt, legt systematisch alle relevanten Berührungspunkte zwischen den Fachgewerken dar. Sie listet auf, welche Daten, Medien oder Signale zwischen den Gewerken ausgetauscht werden, und ordnet Verantwortlichkeiten klar zu. Auf diese Weise können Kollisionen oder Missverständnisse zwischen den Gewerken frühzeitig erkannt und vermieden werden. Während der Ausführungsplanung dient die Matrix als wichtiges Koordinationsinstrument, das Abstimmungsbedarf sichtbar macht und einen Überblick über Abläufe bietet. Im anschließenden Betrieb unterstützt sie das Facility Management, indem sie als Nachschlagewerk fungiert, um Zuständigkeiten schnell zu klären. Bei Störungen kann anhand der Schnittstellenmatrix rasch bestimmt werden, welches Gewerk oder welche Anlage betroffen ist und welcher Ansprechpartner zuständig sein könnte. Insgesamt fördert dieses Dokument die Transparenz und Effizienz in Planung, Ausführung und Betrieb.

Wartungsbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation durchgeführter Wartungsmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

ausgeführte Tätigkeiten 

Befunde 

Empfehlungen

Verantwortlich

Wartungsfachkraft

Praxisbezug

Nachweis ordnungsgemäßer Instandhaltung

Erläuterung:

Der Wartungsbericht protokolliert detailliert alle durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen und Beobachtungen an der technischen Anlage. Er enthält Angaben zu Art und Datum der Wartungsarbeiten, ausgeführten Prüfungen, ausgetauschten Bauteilen sowie zu festgestellten Befunden oder Abweichungen. Dabei werden auch Messergebnisse oder Testergebnisse dokumentiert und eventuelle Empfehlungen für Folgemaßnahmen festgehalten. Als Teil der Betriebs- und Haftungsdokumentation dient der Wartungsbericht dem Nachweis ordnungsgemäßer Instandhaltung. Er ermöglicht die Verfolgung des Anlagenzustands über die Zeit: Langfristige Analysen der Berichtsbücher zeigen, ob sich Komponenten verschleißen, und unterstützen so eine zustandsorientierte Wartungsplanung. Darüber hinaus ist der Bericht wichtig, um Verantwortung und Qualität der Wartungsarbeiten zu belegen – etwa im Rahmen der Betreiberpflichten nach der Betriebssicherheitsverordnung.

Wartungsplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsplan

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung von Art und Intervallen der Instandhaltung

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13306; DIN EN 15331

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle 

Zuständigkeiten 

Prioritäten

Verantwortlich

Wartungsfachkraft / Betreiber

Praxisbezug

Planbare Instandhaltung, Kostenkontrolle

Erläuterung:

Im Wartungsplan wird schriftlich festgehalten, welche Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen in welchen Abständen durchgeführt werden müssen. Er basiert auf Herstellerangaben, gesetzlichen Vorgaben und Erfahrungswerten und definiert beispielsweise tägliche Sichtkontrollen, monatliche Funktionsprüfungen oder jährliche Inspektionen. Zudem legt er fest, wer für welche Wartungsaufgabe verantwortlich ist (internes Personal oder externe Dienstleister) und wie Prioritäten und Ressourcen zugeordnet werden. Durch diese Vorgaben wird eine planbare und kontrollierbare Instandhaltung ermöglicht. Der Wartungsplan dient als Grundlage für Serviceverträge, da er klar definiert, welche Leistungen zu erbringen sind. Gleichzeitig sorgt er für Wirtschaftlichkeit im Betrieb, indem er hilft, Wartungsarbeiten rechtzeitig einzuplanen, Ausfallzeiten zu minimieren und Kosten kontrollierbar zu machen.

Wartungszeitplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungszeitplan

Zweck & Geltungsbereich

Terminliche Strukturierung der Wartungsmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Termine 

Zyklen 

Ressourcen

Verantwortlich

Wartungsfachkraft

Praxisbezug

Betriebskoordination

Erläuterung:

Der Wartungszeitplan ist die detaillierte Terminplanung für alle wiederkehrenden Instandhaltungsmaßnahmen. Er weist für jede Aufgabe einen konkreten Zeitpunkt oder Zeitraum zu (zum Beispiel Kalenderwoche bzw. Datum) sowie die geplante Häufigkeit (etwa wöchentlich, monatlich, jährlich). Dadurch ermöglicht er dem Facility Management, im Betriebsalltag effizient zu organisieren, wer welche Arbeit wann durchführt. Weiterhin sorgt der Zeitplan für die Abstimmung der Wartungstermine mit dem laufenden Betrieb, um Störungen und Stillstände zu minimieren. Er berücksichtigt dabei personelle und materielle Ressourcen, sodass termingerechte Durchführung und Kontinuität gesichert sind. In der Praxis wird der Wartungszeitplan oft als Grundlage für ein CAFM-System genutzt, um automatische Erinnerungen und Koordination zu gewährleisten. So erhält das Wartungsteam einen klaren Überblick über alle anstehenden Maßnahmen und deren Fristen.

Bestands-/Inventarliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Inventarliste

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Erfassung aller Anlagen und Komponenten

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Anlagenkennzeichnung 

Standort 

Baujahr

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Asset- und Lebenszyklusmanagement

Erläuterung:

In der Bestands- bzw. Inventarliste sind alle technischen Anlagen und Komponenten lückenlos erfasst. Für jede Einheit werden Standort, Hersteller, Baujahr und wichtige technische Daten dokumentiert. Dadurch erhält der Betreiber einen vollständigen Überblick über den vorhandenen Anlagenbestand und dessen Zustand. Die Inventarliste ist eine wesentliche Grundlage für das Asset- und Lebenszyklusmanagement: Sie ermöglicht die Planung von Inspektionen, die Steuerung der Ersatzteilbevorratung und die Budgetierung von Erneuerungsmaßnahmen. Sie ist außerdem wichtig für behördliche Nachweise und Versicherungen, die oft eine genaue Bestandsaufnahme der Anlagen verlangen. Insgesamt schafft die Inventarliste Transparenz über den aktuellen technischen Bestand und unterstützt eine wirtschaftliche sowie nachhaltige Betriebsführung.

Aufgabenklärung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufgabenklärungsdokument

Zweck & Geltungsbereich

Präzisierung der technischen Aufgabenstellung

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Zieldefinition 

Abgrenzungen 

Randbedingungen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Grundlage für Planung und Betrieb

Erläuterung:

Das Aufgabenklärungsdokument definiert zu Projektbeginn die technischen Zielstellungen und Rahmenbedingungen für die Anlagenplanung. Darin werden die Anforderungen des Bauherrn und Betreibers konkretisiert, zum Beispiel Leistungsziele, Raumfunktionen oder Qualitätsstandards. Gleichzeitig werden Abgrenzungen zu anderen Gewerken festgelegt und Randbedingungen (wie Energieverbrauchsziele oder bestehende Infrastruktur) beschrieben. Das Dokument stellt sicher, dass alle Projektbeteiligten dieselben Grundlagen kennen und ein einheitliches Verständnis der Aufgaben haben. Es dient als verbindliche Basis für Ausschreibung, Planung und späteren Betrieb der Anlagen. Durch die präzise Formulierung der Ziele und Bedingungen minimiert das Aufgabenklärungsdokument Missverständnisse und bildet damit einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen und wirtschaftlichen Projektdurchführung.

Kostenberechnung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Ermittlung der voraussichtlichen Kosten

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kostengliederung 

Annahmen 

Vergleichswerte

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Budgetsteuerung

Erläuterung:

Die Kostenberechnung liefert eine systematische Schätzung der voraussichtlichen Kosten für die technische Gebäudeausrüstung. Sie gliedert sich nach Kostenarten (z. B. Material, Montage, Planung) und benennt die zugrundegelegten Annahmen (z. B. Mengen, Einheitspreise, Leistungsumfänge). Dabei fließen Vergleichswerte aus Erfahrungswerten oder Kennzahlen früherer Projekte ein, um die Kalkulation abzusichern. Für das Projektcontrolling schafft die Kostenberechnung Transparenz über den erwarteten Budgetbedarf: Sie zeigt, wie sich die geschätzten Kosten zusammensetzen und wo Unsicherheiten bestehen. So können Entscheidungsgrundlagen für Einsparpotenziale oder Alternativlösungen geschaffen werden. Im Facility Management dient die Kostenberechnung als Referenz für die Budgetsteuerung und ermöglicht es, die Wirtschaftlichkeit der Planung bereits in den frühen Leistungsphasen abzuschätzen.

Kostenfeststellung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenfeststellung

Zweck & Geltungsbereich

Abgleich von Planung und tatsächlichen Kosten

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Ist-Kosten 

Abweichungen 

Ursachen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praxisbezug

Wirtschaftlichkeitskontrolle

Erläuterung:

Bei der Kostenfeststellung werden die ursprünglich veranschlagten Kosten mit den tatsächlich angefallenen Kosten nach Projektabschluss verglichen. Das Dokument listet die Ist-Kosten detailliert auf und stellt die Abweichungen dar – beispielsweise verursacht durch Nachträge, Mengendifferenzen oder Preissteigerungen. Zusätzlich werden die Ursachen dieser Abweichungen analysiert, um Erkenntnisse für künftige Projekte zu gewinnen. Für das Facility Management und die Investoren ist dies wichtig, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu überprüfen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Eine transparente Kostenfeststellung dokumentiert Budgetüberschreitungen oder -einsparungen nachvollziehbar und bildet die Grundlage für eine optimierte Kostenkontrolle in zukünftigen Vorhaben.

Kostenberechnung / Kostenermittlung (Ergebnisse) – KG 450

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung / Kostenfeststellung

Zweck & Geltungsbereich

Transparente Ermittlung und Nachverfolgung der Kosten der technischen Ausrüstung

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kostengliederung nach DIN 276 

Soll-/Ist-Vergleiche 

Kostenstände je LPH

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Budgetkontrolle, Freigaben, Wirtschaftlichkeitsbewertung

Erläuterung:

Die Kostenberechnung nach DIN 276 konkretisiert die Kostenermittlung aus den frühen Planungsphasen (HOAI LPH 2–4) für die technische Ausrüstung. Sie gliedert die anfallenden Aufwendungen gemäß den Kostengruppen und führt Soll-Ist-Vergleiche der Kostenstände je Leistungsphase durch. Die Ergebnisse werden detailliert nach Anlagenarten und Systemen aufgeschlüsselt, sodass Abweichungen gegenüber früheren Schätzungen oder Budgets leicht erkennbar sind. Dieses Dokument dient als wirtschaftliche Entscheidungsgrundlage für Bauherr und Betreiber. Es ist essenziell für Budgetfreigaben, Förderanträge und spätere Wirtschaftlichkeitsanalysen im Facility Management. Darüber hinaus ermöglicht die transparente Kostenübersicht dem Facility Management eine laufende Kontrolle der Projektkosten.

Preislisten / Kostenkennwerte – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Preisliste / Kostenkennwertdokument

Zweck & Geltungsbereich

Vergleichs- und Bewertungsgrundlage für technische Anlagen

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Einheitspreise 

Kostenkennwerte 

Marktvergleiche

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Ausschreibungen, Nachträge, Lebenszykluskosten

Erläuterung:

Preislisten und Kostenkennwerte liefern eine betriebswirtschaftliche Grundlage für die Bewertung technischer Ausrüstungen. Sie enthalten standardisierte Einheitspreise (z.B. pro Meter Rohrleitung, pro Lüftungseinheit) sowie Kostenkennwerte, die auf Referenzprojekten oder Marktdaten basieren. Solche Preisangaben können aus Verbandsrichtlinien (etwa RealFM- oder VDI-Daten) oder durch Benchmarking ermittelt werden. Im Facility Management ermöglichen sie eine nachvollziehbare Kostenbewertung bei Ausschreibungen und Nachtragsprüfungen. Preislisten dienen als Referenz bei der Budgetplanung und Angebotsprüfung. Außerdem sind sie ein wichtiges Instrument zur Abschätzung von Lebenszykluskosten, da sie Hinweise auf Folgekosten von Ersatzinvestitionen liefern.

Planungskonzept – Technische Ausrüstung (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Planungskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des technischen Gesamtkonzepts

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Systementscheidungen 

Redundanzen 

Energie- und Betriebskonzepte

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Grundlage für Betriebskonzepte und FM-Strategien

Erläuterung:

Das Planungskonzept beschreibt das grundsätzliche Funktionsprinzip der Technischen Ausrüstung. Es übersetzt die Projektanforderungen in ein betriebliches Gesamtsystem und legt wesentliche strategische Entscheidungen fest: Beispielsweise werden die Art der Heizungs-, Kühl- und Lüftungssysteme sowie die Gebäudeautomation definiert, ebenso wie Redundanzmaßnahmen (etwa Notstromaggregate oder Ersatzpumpen für kritische Anlagen). Zudem umfasst das Konzept das Energiekonzept (z.B. den Einsatz erneuerbarer Energien und Energieeffizienzmaßnahmen) und definiert die grundsätzliche Betriebsweise (z.B. Dauerbetrieb oder Nachtabsenkung). So wird sichergestellt, dass die technischen Ziele (Komfort, Sicherheit, Effizienz) mit den Projektanforderungen übereinstimmen. Das Planungskonzept dient später als Leitfaden für die Ausführungsplanung, für Betriebsanweisungen und als wichtige Grundlage der FM-Strategie.

Anschluss- und Einbindungspläne für gelieferte Maschinen und Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss-/Einbindungspläne

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der korrekten Integration externer Aggregate

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Medienanschlüsse 

Leistungsdaten 

Schnittstellen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Inbetriebnahme, Umbauten, Störungsbeseitigung

Erläuterung:

Anschluss- und Einbindungspläne dokumentieren, wie externe Aggregate (zum Beispiel Maschinen, Eigenaggregate oder Anlagenerweiterungen) an die vorhandene Gebäudeinfrastruktur anzuschließen sind. Sie zeigen Lage und Dimensionierung aller Medienanschlüsse (wie Wasser, Abwasser, Gas, Druckluft, Strom) sowie wichtige Leistungsdaten und Schnittstellen auf. Dazu gehören Angaben zu Kabelführungen, Rohrleitungsführungen und Steuerungskabeln. Solche Pläne gewährleisten eine fehlerfreie Inbetriebnahme, da alle Anschlussdetails klar vorgegeben sind. Später unterstützen sie Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen, weil Techniker bestehende Verbindungen nachvollziehen können. Insgesamt erleichtern sie dem Facility Management die Störungsdiagnose, da der Plan genau zeigt, wie Anlagen verbunden sind.

Leistungs- und Funktionsmessungen (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mess- und Funktionsprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der erreichten Leistungsparameter

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Messwerte 

Soll-/Ist-Abgleich 

Abweichungen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Abnahme, Optimierung, Betriebssicherheit

Erläuterung:

Leistungs- und Funktionsmessungen erfassen die tatsächlichen Betriebsparameter der Anlagen nach der Montage oder während der Inbetriebnahme. Typische Messwerte können Luft- und Wassermengen, Temperaturen, Drücke, elektrische Leistungen oder Schalldruckpegel sein. Die gemessenen Ist-Werte werden mit den vertraglich festgelegten Soll-Werten verglichen, und Abweichungen werden dokumentiert. Diese Messergebnisse belegen die technische Qualität und dienen als Nachweis im Rahmen der Abnahme (nach VOB/B). Für das Facility Management sind sie als Dokumentation des Anlagenzustands bei Übergabe besonders wichtig: Sie ermöglichen spätere Vergleichsprüfungen und sind eine Grundlage für Betriebssicherheit und Optimierung im laufenden Betrieb. Auf diese Weise schaffen sie Transparenz für Wartung und Management.

Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mängelbeseitigungsprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der vollständigen Abarbeitung von Abnahmemängeln

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Mängelliste 

Maßnahmen 

Termine 

Freigabe

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Rechtssicherheit, Gewährleistungsbeginn

Erläuterung:

Das Mängelbeseitigungsprotokoll dokumentiert die Abwicklung aller bei der Abnahme festgestellten Mängel. In der Abnahmephase nehmen Bauherr, Betreiber und Fachplaner gemeinsam die fertiggestellten Anlagen ab und protokollieren eventuelle Fehler oder Defekte. Das Protokoll listet diese Mängel mit genauen Beschreibungen, Ort und Schweregrad auf und beschreibt die zugehörigen Nachbesserungsmaßnahmen sowie die vereinbarten Fristen. Nachdem jeder Mangel behoben wurde, bestätigt der Fachplaner die Freigabe, sodass die Anlage offiziell in den Regelbetrieb übergehen kann. Damit dokumentiert das Protokoll den ordnungsgemäßen Abschluss der Bauleistung und markiert den Beginn der Gewährleistungsfrist. Für den Betreiber schafft es Rechtssicherheit, da der Zustand der Anlage bei Übergabe verbindlich festgehalten wird.

Objektbegehungs-/Bestandsbericht – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Objektbegehungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Erfassung des technischen Ist-Zustands

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenzustand 

Abweichungen 

Empfehlungen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Instandhaltungs- und Investitionsplanung

Erläuterung:

Im Objektbegehungs- oder Bestandsbericht wird der aktuelle Zustand der installierten Anlagen vor Ort dokumentiert. Dabei führt ein Fachplaner oder Wartungsfachmann eine Inspektion der TGA durch und erfasst Alter, Abnutzungsgrad, bestehende Schäden oder Funktionsstörungen. Alle Abweichungen von den Soll-Anforderungen werden notiert und mit einer Priorisierung versehen. Oft werden dabei auch Fotoaufnahmen zur Verdeutlichung hinzugefügt. Der Bericht enthält Empfehlungen für notwendige Wartungs- oder Sanierungsmaßnahmen sowie erste Kostenschätzungen für anstehende Instandsetzungen. Er bildet damit die Grundlage für gezielte Instandhaltungs- und Investitionsplanungen im Facility Management.

Bestands- und Raumdokumentation (Raumbuch)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Erfassung raumbezogener technischer Ausrüstung

Rechts-/Normbezug

VDI 6070-1; VDI 6023-1; VDI 3810-1; VDI 3810-2; VDI 6023-3

Wesentliche Inhalte

Raumdaten 

TGA-Ausstattung 

Anforderungen

Verantwortlich

Objekt- und TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Betrieb, Umbauten, CAFM-Systeme

Erläuterung:

Das Raumbuch dient der systematischen Dokumentation aller raumbezogenen Informationen zu den technischen Anlagen. Es erfasst für jeden Raum Grunddaten (z.B. Raumnummer, Nutzung, Fläche, Raumtemperatur) und listet die vorhandene TGA-Ausstattung auf (etwa Heizkörper, Lüftungsgeräte, Schaltschränke, Anschlüsse). In Anlehnung an VDI-Richtlinien (z.B. VDI 3810 für Wärmetechnik, VDI 6023 für Trinkwasserinstallation) können zudem spezielle Anforderungen (z.B. erhöhte Hygienestandards) vermerkt werden. Das Raumbuch ist damit ein zentrales Nachschlagewerk für das Facility Management: Bei Umbau- oder Nutzungsänderungen liefert es alle nötigen Informationen zur vorhandenen Ausstattung. In CAFM-Systemen dient es als Basis für Flächen- und Ressourcenmanagement, da Raum- und Anlagendaten verknüpft werden können. Dadurch unterstützt das Raumbuch einen reibungslosen Betrieb und eine fundierte Planung der Gebäudeinfrastruktur.

Maßnahmen- und Einsatzplan für BOS-Objektfunkanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Maßnahmen-/Einsatzplan

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der Einsatzfähigkeit von BOS-Funkanlagen

Rechts-/Normbezug

DIN 14024-1

Wesentliche Inhalte

Funktionskonzept 

Zuständigkeiten 

Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Brandschutz, Behördenabstimmung

Erläuterung:

BOS-Objektfunkanlagen dienen der drahtlosen Kommunikation von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst) innerhalb von Gebäuden. Der Maßnahmen- und Einsatzplan legt fest, wie diese sicherheitskritische Infrastruktur betrieben und im Notfall aufrechterhalten wird. Nach DIN 14024-1 enthält er das Funktionsprinzip der Anlage, die Zuständigkeiten für Wartung und Betrieb sowie Verfahrensanweisungen für Stör- oder Notfälle. Der Plan legt fest, wer für die regelmäßige Wartung und Funktionsprüfung zuständig ist, und beschreibt die Abläufe für den Stör- oder Ausnahmefall, damit die Funkversorgung auch bei Ausfällen gesichert bleibt. Er wird üblicherweise in Abstimmung mit den Brandschutzbehörden und den verantwortlichen BOS-Organisationen erstellt und ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsdokumentation, da er die kontinuierliche Einsatzfähigkeit der Funkanlage gewährleistet.

Bauphysikalische und statische Nachweise (TGA-bezogen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauphysikalische/statische Nachweise

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Tragfähigkeit und brandschutztechnischen Eignung

Rechts-/Normbezug

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Lastannahmen 

Feuerwiderstand 

Dämmkonzepte

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug

Bauaufsicht, Sicherheit, Betrieb

Erläuterung:

Bauphysikalische und statische Nachweise werden in der Regel vom ausführenden Unternehmen erstellt, um die bauliche Sicherheit der technischen Anlagen zu gewährleisten. Sie beinhalten beispielsweise statische Berechnungen für Tragwerk und Befestigungen sowie Brandschutzkonzepte für Rohr- oder Kabeldurchführungen. Nach DIN 18421 (ATV „Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen“) wird dokumentiert, dass alle Brandschutzanforderungen und Dämmmaßnahmen eingehalten sind. Diese Nachweise sind wichtig für Bauaufsicht, Versicherer und Betreiber, da sie belegen, dass die Anlage sicher in das Gebäude integriert wurde. Damit wird gewährleistet, dass der Betrieb der technischen Anlagen das Bauwerk dauerhaft nicht gefährdet.

Raumbuch – technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch (technischer Teil, LPH 2)

Zweck & Geltungsbereich

Erfassung der raumbezogenen TGA-Anforderungen in der Vorplanung

Rechts-/Normbezug

DIN 1988-200; HOAI

Wesentliche Inhalte

Nutzungsprofile 

Medienbedarfe 

Hygiene-/Trinkwasseranforderungen 

Vorzugsvarianten

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Grundlage für Variantenvergleich, Kostenrahmen, Genehmigungen

Erläuterung:

Das technische Raumbuch in der Vorplanung (LPH 2) sammelt für jeden Raum die wichtigsten Anlagenanforderungen. Es führt Nutzungsprofile auf, beispielsweise Personenzahl und Arbeitszeiten, und erfasst die benötigten Medien (Strom, Klima, Lüftung, Trinkwasser etc.) sowie besondere Hygieneanforderungen (z. B. Abwasservorlauf, Trinkwassereinrichtungen). Dabei können erste Varianten unterschiedlicher Anlagenkonzepte bewertet werden (beispielsweise verschiedene Lüftungs- oder Heizsysteme). Das Raumbuch dient als abgestimmte Basis für die ersten Kostenschätzungen, die frühzeitige Abstimmung mit den Behörden sowie die Festlegung von Prioritäten. Eine präzise Erfassung dieser Vorgaben verhindert spätere Umplanungen und erhöht die Sicherheit für den weiteren Projektverlauf.

Raumbuch – technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch (technischer Teil, LPH 3)

Zweck & Geltungsbereich

Präzisierung der TGA-Ausstattung im Entwurf

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

festgelegte Systeme 

Dimensionierungen 

Schnittstellen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Basis für Kostenberechnung, Genehmigungen, Ausführungsplanung

Erläuterung:

In der Entwurfsplanung (LPH 3) wird das Raumbuch zum verbindlichen Planungsinstrument. Alle technischen Ausstattungen werden konkretisiert: Systeme werden festgelegt, Dimensionierungen (z. B. Leitungs- oder Kanalgrößen, Leistungsbedarf) vorgegeben und Schnittstellen zu anderen Gewerken (z. B. Elektro- oder Sanitäranschlüsse) definiert. Das detaillierte Raumbuch fließt direkt in die Kostenberechnung ein und dient als Grundlage für die Genehmigungsplanung und die Ausführungsplanung. Durch die verbindliche Festlegung aller Raumausstattungen entsteht eine belastbare Basis für Budget- und Terminentscheidungen und reduziert das Risiko von Nachträgen und Unklarheiten.

Auditunterlagen (technische Anlagen KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Auditdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Einhaltung technischer und hygienischer Anforderungen

Rechts-/Normbezug

VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Prüfkriterien 

Abweichungen 

Maßnahmen

Verantwortlich

Unterschiedliche Beteiligte (Planer, Betreiber, Prüfer)

Praxisbezug

Audit-, Versicherungs- und Behördennachweis

Erläuterung:

Die Auditdokumentation für technische Anlagen (KG 450) hält die Erfüllung aller relevanten technischen und hygienischen Vorgaben fest. Typischerweise werden hierfür Prüfkriterien definiert (etwa Prüfprotokolle nach VDI- und DIN-Normen), festgestellte Abweichungen dokumentiert und Maßnahmen zu deren Behebung festgelegt. Beteiligte sind Planer, Anlagenerrichter, Prüfingenieure und später der Betreiber. Die fertige Auditdokumentation dient als Nachweis gegenüber Behörden, Versicherungen und Auditoren, dass die gebauten Anlagen den Vorschriften (z. B. Trinkwasserhygiene oder Brandschutz) entsprechen und ordnungsgemäß betrieben werden können.

Schadstoff- und Emissionsberechnungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Emissions-/Schadstoffberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung umweltrelevanter Emissionen technischer Anlagen

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Emissionsquellen 

Berechnungsannahmen 

Grenzwerte

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Genehmigungen, Nachhaltigkeits- und Umweltkonzepte

Erläuterung:

Emissions- und Schadstoffberechnungen ermitteln die Umweltwirkung der technischen Anlagen. Dazu werden alle relevanten Emissionsquellen (z. B. Schadstoffe aus Verbrennungsprozessen, Kältemittelverluste oder Lüftungsaustritte) sowie die zugrundeliegenden Berechnungsannahmen dokumentiert. Die Ergebnisse werden mit den gesetzlichen oder genehmigungsrechtlichen Grenzwerten (z. B. TA Luft, Bundes-Immissionsschutzverordnung) verglichen. Diese Nachweise sind erforderlich, um Genehmigungen zu erlangen, Brandschutz- oder Umweltgutachten zu untermauern, und sie unterstützen Nachhaltigkeits- und Energieeffizienz-Konzepte (z. B. DGNB-Zertifizierung, Energiebedarfsausweis).

Schlitz- und Durchbruchspläne (LPH 5 Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz-/Durchbruchsplan (LPH 5)

Zweck & Geltungsbereich

Koordinierte Bauwerksdurchdringungen für TGA

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Lage 

Abmessungen 

Brandschutzanforderungen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Kollisionsfreiheit, Baukoordination

Erläuterung:

Die Schlitz- und Durchbruchspläne der Ausführungsplanung (LPH 5) koordinieren alle Bauwerksdurchdringungen für die TGA. Sie zeigen Lage und Abmessungen aller notwendigen Öffnungen in Decken und Wänden, z. B. für Rohrleitungen, Kanäle und Kabeltrassen. Darin sind auch brandschutztechnische Anforderungen vermerkt (beispielsweise Lage von Brandschutzklappen oder benötigte Feuerwiderstandsdauern). Die Pläne verhindern Kollisionen zwischen Gewerken (z. B. Heizung, Lüftung und Elektro) und ermöglichen eine baukoordinierte Planung. Damit sichern sie einen reibungslosen Bauablauf, da statische Belange, Schallschutz und Brandschutz gleich berücksichtigt werden können.

Schlitz- und Durchbruchspläne (LPH 7 Ausschreibungsergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz-/Durchbruchsplan (LPH 7)

Zweck & Geltungsbereich

Abgleich der Planung mit Vergabe- und Ausführungsergebnissen

Rechts-/Normbezug

DIN 18381; DIN 18379; HOAI

Wesentliche Inhalte

aktualisierte Maße 

Firmenzuordnung

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Ausführung, Abnahme

Erläuterung:

Nach Abschluss der Vergabe (LPH 7) werden die Schlitz- und Durchbruchspläne auf Basis der eingekauften Leistungen aktualisiert. Die Maße werden endgültig abgestimmt und konkrete Firmenzuordnungen eingetragen (wer liefert bzw. durchführt welchen Durchbruch). Damit entsteht ein verbindlicher Bauausführungsplan, der die tatsächliche Umsetzung widerspiegelt. Diese aktualisierten Pläne dienen als Grundlage für die Bauausführung und die Abnahme, indem sie zeigen, wo die Öffnungen letztlich realisiert werden müssen.

Schnittstellenkatalog (Interface-Katalog)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellenkatalog

Zweck & Geltungsbereich

Definition technischer und organisatorischer Schnittstellen

Rechts-/Normbezug

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Zuständigkeiten 

Übergabepunkte 

Datenflüsse

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Konfliktvermeidung, Betriebssicherheit

Erläuterung:

Der Schnittstellenkatalog definiert alle technischen und organisatorischen Schnittstellen zwischen den beteiligten Gewerken. Er listet Zuständigkeiten, Übergabepunkte und Informationsflüsse auf – zum Beispiel, welche Daten ein TGA-Gewerk von anderen benötigt (etwa Leitungszuführungen, Raumschnitte) und welche es liefert (wie Schaltpläne oder Anschlussdaten). Auf Basis der VDI 6039 werden hier sowohl bauliche als auch technische sowie organisatorische Verantwortlichkeiten festgelegt. Ein klarer Schnittstellenkatalog verhindert Informationslücken und Abstimmungsfehler, sorgt für abgestimmte Abläufe und erhöht die Betriebssicherheit aller Anlagen.

Stromlauf- und Funktionspläne (LPH 5 Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlauf-/Funktionspläne

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der technischen Funktionslogik

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Signalflüsse 

Steuerungslogik

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Inbetriebnahme, Störungsanalyse

Erläuterung:

Stromlauf- und Funktionspläne stellen die elektrische und logische Verschaltung der Anlagen dar. Sie zeigen den Signal- und Energiefluss (z. B. zwischen Sensoren, Aktoren und Steuerung) und die Steuerungslogik einzelner Systeme auf. In der Ausführungsplanung (LPH 5) werden diese Unterlagen detailliert erstellt, damit später Inbetriebnehmer und Servicetechniker exakt erkennen können, wie Schaltungen verdrahtet sind und welche logischen Abläufe hinter den Anlagen stehen. So unterstützen sie die Inbetriebnahme und die Störungsanalyse im Betrieb.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Transparente Vergabe technischer Leistungen

Rechts-/Normbezug

VOB/A 2019; HOAI

Wesentliche Inhalte

Leistungsbereiche 

technische Spezifikationen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Vergabe, Vertragsgrundlage

Erläuterung:

Die Ausschreibungsunterlagen mit detaillierten Leistungsbeschreibungen legen den Leistungsumfang der technischen Gewerke klar fest. Darin werden sowohl die einzelnen Leistungsbereiche als auch die technischen Spezifikationen (z. B. Materialqualität, Normen, Prüfkriterien) beschrieben. Auf dieser Basis können Angebote eingeholt und verglichen werden. Die Vollständigkeit und Genauigkeit der Ausschreibung garantiert Transparenz im Vergabeprozess und bildet die vertragliche Grundlage für die spätere Ausführung.

Vergabevorschlag

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabevorschlag

Zweck & Geltungsbereich

Begründete Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Angebotsvergleich 

Wertung 

Empfehlung

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Entscheidungssicherheit, Nachvollziehbarkeit

Erläuterung:

Der Vergabevorschlag dokumentiert die Entscheidung, welches Angebot ausgewählt wird. Er enthält einen Vergleich aller Angebote nach festgelegten Kriterien (wie Preis, Qualität, Terminplan oder Erfahrung) und die formale Wertung dieser Kriterien. Aus der Zusammenstellung wird das wirtschaftlichste Angebot abgeleitet, begründet und empfohlen. Dadurch ist die Entscheidung transparent und prüfbar, und alle Beteiligten können nachvollziehen, warum genau dieser Bieter den Zuschlag erhalten hat.

Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Beschreibung von Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

VDMA 24186-0

Wesentliche Inhalte

Maßnahmenkataloge 

Intervalle 

Ersatzteile 

Zuständigkeiten

Verantwortlich

Instandhaltungsfachkraft

Praxisbezug

Grundlage für Wartungsverträge, Audits und Betrieb

Erläuterung:

Die Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186 bietet einen vollständigen, revisionssicheren Nachweis aller Wartungs- und Prüfmaßnahmen. Sie enthält einen detaillierten Katalog von Maßnahmen mit festen Intervallvorgaben, den Einsatz von Ersatzteilen sowie die Zuständigkeiten für jede Aktivität. In einer einheitlichen Struktur wird erfasst, welche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt wurden (z.B. Teilewechsel, Justagen) und in welchem Zustand sich die Anlage befand.

Diese normgerechte Dokumentation schafft Transparenz: Betreiber und Dienstleister wissen jederzeit, wann welche Arbeiten ausgeführt wurden und welche Ressourcen (Material und Personal) dafür eingesetzt wurden. Sie vereinfacht das Management von Wartungsverträgen und die Kostenkontrolle, da alle Leistungen lückenlos protokolliert sind. Üblicherweise werden diese Informationen in CAFM- oder Instandhaltungssoftware verwaltet. Durch die VDMA-Konformität werden Wartungsleistungen vergleichbar und vertraglich eindeutig definiert. Außerdem erhöht sie die Auditfähigkeit, da Wartungen und Prüfvorgänge jederzeit nachvollzogen werden können.

Instandhaltungsplanung und -organisation (KG 450)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan / Organisationskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Planung von Ressourcen, Intervallen und Abläufen der Instandhaltung

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Strategien (präventiv/reaktiv) 

Personal- und Ressourcenplanung 

Schnittstellen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Betriebsorganisation, SLA-Definition, Budgetplanung

Erläuterung:

Der Instandhaltungsplan bildet das organisatorische Rückgrat der Wartung. Er legt fest, welche Ressourcen (Personal, Werkzeuge, Ersatzteile) benötigt werden und in welchen Zeitabständen (Intervalle) Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Dabei werden Strategien definiert, ob Anlagen vorbeugend (präventiv) oder erst nach Auftreten von Störungen (reaktiv) gewartet werden. Der Plan beschreibt zudem Verantwortlichkeiten und notwendige Schnittstellen zwischen Betreiber, internen Haustechnikern, externen Dienstleistern und übergeordneter Betriebsleitung.

Die HOAI sieht vor, dass TGA-Planer bereits in den späteren Leistungsphasen Konzepte für einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb erarbeiten. Dazu gehört die Erstellung eines Organisationskonzepts, das Personalbedarf, Qualifikationsprofile, Werkzeuge und Budgets umfasst. Service-Level-Agreements (SLAs) für Verfügbarkeiten und Reaktionszeiten können hier definiert werden. Eine durchdachte Instandhaltungsorganisation verringert langfristig Ausfallzeiten und Kosten, indem Abläufe, Zuständigkeiten und Schnittstellen klar festgelegt werden.

Wartungsbuch für BOS-Objektfunkanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsbuch

Zweck & Geltungsbereich

Lückenloser Nachweis der Wartung sicherheitsrelevanter Funkanlagen

Rechts-/Normbezug

DIN 14024-1

Wesentliche Inhalte

Wartungsdaten 

Prüfergebnisse 

Maßnahmen 

Freigaben

Verantwortlich

Fachfirma für BOS-Objektfunk

Praxisbezug

Nachweis gegenüber Behörden, Feuerwehr und Versicherung

Erläuterung:

Das Wartungsbuch für BOS-Objektfunkanlagen dokumentiert alle Prüf- und Wartungsschritte dieser sicherheitskritischen Kommunikationsanlagen vollständig. BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) wie Feuerwehren und Rettungsdienste sind auf funktionierende Gebäudefunkanlagen angewiesen. Nach DIN 14024-1 und den BOS-Richtlinien müssen Datum, Messwerte, Prüfergebnisse, erkannte Mängel und durchgeführte Instandsetzungsmaßnahmen lückenlos aufgezeichnet werden. Das Wartungsbuch gehört fest zur Sicherheits- und Brandschutzdokumentation und wird beim Betreiber archiviert.

Diese Dokumentation wird üblicherweise von spezialisierten Fachfirmen geführt und dem Anlagenbetreiber vorgelegt. Sie dient als Nachweis gegenüber Behörden, Feuerwehr und Versicherungen, dass die Anlage ordnungsgemäß instand gehalten wird. Fehlende Einträge oder unzureichende Nachweise können bei Einsätzen oder im Schadensfall zu Haftungsproblemen führen. Ein vollständiges Wartungsbuch stärkt die Betriebssicherheit, da technische Defekte frühzeitig erkannt und umgehend behoben werden können.

Wirtschaftlichkeitsnachweis technischer Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung von Investitions-, Betriebs- und Lebenszykluskosten

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kosten-Nutzen-Analyse 

Variantenvergleich 

Amortisation

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Investitionsentscheidungen, Nachhaltigkeit

Erläuterung:

Der Wirtschaftlichkeitsnachweis liefert eine fundierte Entscheidungsgrundlage für technische Investitionen. Er vergleicht verschiedene Ausführungsvarianten (z.B. unterschiedliche Anlagentechniken oder Energiekonzepte) anhand der erwarteten Kosten und Nutzen. Dabei werden nicht nur Anschaffungs- und Installationskosten berücksichtigt, sondern auch Folgekosten des Betriebs und der Instandhaltung (Lebenszykluskosten). Typische Inhalte sind Kosten-Nutzen-Analysen, Variantenvergleiche sowie Amortisationsberechnungen.

Solche Nachweise werden oft schon in der Entwurfs- oder Genehmigungsplanung (LPH 3/4) erstellt. Nach HOAI-Anforderungen gehören z.B. Kosten-Nutzen-Analysen und Lebenszykluskostenberechnungen zu den Planungsleistungen. Der Nachweis zeigt dem Bauherrn oder Betreiber transparent, welche Variante langfristig die wirtschaftlichste ist – etwa bei der Auswahl von Heizsystemen, Klimatisierung oder Beleuchtungstechnik. Durch die Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien und langfristigen Betriebskosten fördert der Nachweis nachhaltige Investitionsentscheidungen und eine umweltgerechte Planung.

Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Entwurfsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Visualisierung des technischen Konzepts

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Systemübersichten 

Anlagenlayouts 

Haupttrassen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Abstimmung, Genehmigung, Kostenkontrolle

Erläuterung:

In der Entwurfsphase werden die geplanten technischen Anlagen visuell aufbereitet. Typischerweise entstehen schematische Systempläne, Gesamtübersichten und Anlagenlayouts, die die Hauptkomponenten (z.B. Geräte, Verteilungen) und deren Lage zeigen. Ebenso werden Haupttrassen für Leitungen, Kanäle und Schächte dargestellt. Diese grafischen Entwürfe geben Bauherrn, Planern und Behörden schon früh ein anschauliches Bild vom Konzept. Sie erlauben eine räumliche und fachliche Abstimmung: Probleme in der Ausstattung können früh erkannt und mit allen Beteiligten (Architekten, Tragwerksplanern, Haustechnikern) besprochen werden.

Die visuelle Darstellung unterstützt außerdem die Kostenschätzung und fördert die Planungssicherheit. Schon vor der Detailplanung können Varianten verglichen und abgestimmt werden. Genehmigungsbehörden erhalten so eine verständliche Entscheidungsgrundlage. Insgesamt trägt die grafische Entwurfsplanung dazu bei, Planungsfehler zu minimieren und spätere Änderungen möglichst zu vermeiden. Moderne Ansätze wie Building Information Modeling (BIM) ermöglichen zudem die Erkennung von Kollisionen zwischen Systemen bereits in dieser frühen Phase.

Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Ausführungsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Umsetzung der Planung

Rechts-/Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Detailführung 

Einbauorte 

Kollisionsprüfung

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Ausführung, Baukoordination

Erläuterung:

In der Ausführungsplanung werden die Entwurfspläne mit allen nötigen Details zur Umsetzung ergänzt. Dazu gehören präzise Leitungsführungen mit Höhenangaben, genaue Einbauorte für Geräte, Schaltschränke oder Rohrleitungen sowie Details zu Einbauten und Halterungen. Die Pläne zeigen Anschluss- und Einbaumaße, Materialangaben und fixieren die exakte Lage aller technischen Komponenten.

Diese detaillierten Grafiken dienen als Anleitung für die Bauausführung. Sie ermöglichen eine umfassende Kollisionsprüfung zwischen den Gewerken (z.B. Schnittstellen zwischen Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen) und minimieren so Ausführungsrisiken. Da alle Beteiligten mit gleichen Detailinformationen arbeiten, sinkt die Fehlerquote bei der Installation. Insgesamt stellt die grafische Ausführungsdarstellung sicher, dass die Anlage genau wie geplant und normgerecht realisiert wird.

Grafische Darstellung – LPH 7 (Ausschreibungsergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Vergabedarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Abgleich Planung–Vergabe–Ausführung

Rechts-/Normbezug

HOAI; DIN 18381; DIN 18379

Wesentliche Inhalte

Firmenzuordnung 

angepasste Ausführung

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Transparenz, Nachvollziehbarkeit

Erläuterung:

Nach der Ausschreibung werden die erhaltenen Angebote grafisch aufbereitet. In der LPH-7-Vergabedarstellung wird dargestellt, welche Auftragnehmer welche Anlagenabschnitte umsetzen und wie die ausgeführten Lösungen von der Vorplanung abweichen. Beispielsweise werden die im Angebot genannten Geräte, Brandschutzvarianten oder Leitungswege eingezeichnet und den ursprünglichen Plänen gegenübergestellt.

Dies schafft Transparenz bei der Vergabe: Jeder Bereich der TGA ist klar einem ausführenden Unternehmen zugeordnet, und etwaige Planänderungen werden deutlich erkennbar. Die grafische Darstellung dokumentiert so die Übereinstimmung (oder notwendige Abweichungen) zwischen Planung und Ausführung. Dies erleichtert die Baukoordination und spätere Abnahmen, weil nachgewiesen ist, dass die Realisierung den vertraglichen Vorgaben entspricht. Somit unterstützt die LPH-7-Darstellung die Nachvollziehbarkeit des gesamten Projektverlaufs.